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Erfolg ohne Wachstum?
Datum: 08.03.2012 15:13
Dr. Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung Der bisher gängige Massstab für...

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16.05.2012 12:47
Ein Dankeschön an @adrianw11 für diesen Tweet: "Gratulation zur neuen Serviceline!" Über Auffahrt ist die Twitter-Line leider nicht besetzt.

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Medienmitteilungen

Basellandschaftliche Kantonalbank: Fit für die Zukunft

Mit einem guten Jahresergebnis, einer neuen IT-Infrastruktur und einer ergänzten Geschäftsleitung ist die Basellandschaftliche Kantonalbank gerüstet für die Zukunft. 2010 hat der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 26,9% auf CHF 186,9 Mio. zugenommen. Der Jahresgewinn ist um 2,4 % auf CHF 108,9 Mio. gestiegen. Der Neugeldzufluss beträgt CHF 345,6 Mio. Die Dividende mit CHF 33 pro KBZ und die Ausschüttungen an den Kanton bleiben unverändert.

Zinsengeschäft +1,1%
Hypotheken +3,6%
Spar- und Anlagegelder +6,7%
Indifferentes Geschäft +0,9%
Handel +2,6%
Cost/Income-Ratio 43,4% (bereinigt um IT-Kosten)
Neugeld CHF 345,6 Mio.
Ausblick stabil

„Das klassische Kantonalbankenmodell mit einem starken Fokus auf das Zinsdifferenzgeschäft hat sich für die Basellandschaftliche Kantonalbank einmal mehr bewährt. Die Bank ist im operativen Geschäft weiter gewachsen und hat ihre führende Stellung in ihrem Marktgebiet behauptet. Mit der erfolgreichen Migration ist die Bank für die Herausforderungen an die IT-Infrastruktur bestens gerüstet. Die Erweiterung der Geschäftsleitung trägt den steigenden regulatorischen Anforderungen Rechnung.“ Dies ist das Fazit zum Abschluss 2010 von Wilhelm Hansen, Präsident des Bankrats, und Dr. Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank.

Zinsengeschäft: weiteres Wachstum

Mit CHF 271,3 Mio. liegt der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 1,1% über dem Vorjahr. Verantwortlich für die weitere Zunahme sind das Wachstum der Ausleihungen, die Zunahme der Spar- und Anlagegelder sowie eine konsequente Umsetzung der langfristigen ALM-Strategie.

Zunahme der Hypotheken und Kredite für Private und Firmen

Die BLKB hat ihre Ausleihungen an Private und Firmen weiter gesteigert. Im Hypothekengeschäft ist sie mit dem Markt gewachsen. Die Hypothekarforderungen nahmen um 3,6% auf die neue Rekordhöhe von CHF 13,7 Mia. zu. Die übrigen Ausleihungen – mehrheitlich ohne Sicherheiten - wuchsen um 38,3% auf CHF 982,9 Mio.

Konsequente Risikopolitik

Die Bank hat weiter konsequent an ihrer verantwortungsbewussten Risikopolitik festgehalten. Das spiegelt sich in der Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste, die mit CHF 2,8 Mio. weiterhin sehr tief ist.

Weiteres Wachstum der Spargelder

Die Spar- und Anlagegelder wuchsen um CHF 507,6 Mio. (6,6%) auf CHF 8,1 Mia. Innerhalb der Sparanlagen bleibt das Sparkonto attraktiv. Als Folge des tiefen Zinsniveaus sind dafür die Kassenobligationen stark zurückgegangen, die um 40,8% auf CHF 445,7 Mio. abgenommen haben.

Leichte Zunahme im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft  nahm der Erfolg um 0,9% auf CHF 68,7 Mio. leicht zu. Der Kommissionsertrag im Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg um 5,3% auf CHF 56,1 Mio. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten von der BLKB selbst verwaltete Produkte wie das Managed Fund Portfolio oder der BLKB Regio Basel Index. Im Kreditgeschäft bewegte sich der Kommissionsertrag mit CHF 2,5 Mio.
(-1,9%) auf Vorjahreshöhe. Der Rückgang im übrigen Dienstleistungsgeschäft ist auf den Verkauf der AAM Privatbank zurückzuführen.

Stabiles Handelsgeschäft

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft lag mit CHF 15,3 Mio. um 2,6% leicht über Vorjahr. Mit Anleihen in der Höhe von rund CHF 1 Mia. hat sich die Bank auch an den Finanzmärkten als gute Adresse für Privatplatzierungen erwiesen.

Rückgang beim übrigen Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg nahm um 65,1% auf CHF 6,1 Mio. ab. Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Erlös aus verkauften Liegenschaften um CHF 7,1 Mio. zurückgegangen ist. Zusätzlich reduzierte sich mit dem Verkauf der AAM Privatbank der Beteiligungsertrag.

Zunahme des operativen Betriebsertrags

Im operativen Geschäft (Zinsgeschäft, Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, Handelsgeschäft) hat der Ertrag um 1,2% auf CHF 355,3 Mio. zugenommen. Insgesamt nahm der Betriebsertrag um 2% ab und lag bei CHF 361,4 Mio. Dieser Rückgang ist durch die Abnahme des übrigen Erfolgs bedingt.

Kosten weiter im Griff

Auch 2010 hatte die Kostendisziplin einen hohen Stellenwert. Der Geschäftsaufwand nahm um CHF 57,1 Mio. (21,2%) auf CHF 174,4 Mio. ab. Dabei ging der Personalaufwand um 36,8% auf CHF 98,1 Mio. zurück. Die  2009 zur Ausfinanzierung der Deckungslücke der Pensionskasse zurückgestellten CHF 60 Mio. hatten einmaligen Charakter. Der Sachaufwand hat um 15,3% auf CHF 76,3 Mio. zugenommen. Diese Zunahme ist wesentlich bedingt durch die Kosten für die IT-Migration, die im Oktober 2010 erfolgte.

Zunahme des Bruttogewinns

Der Bruttogewinn von CHF 186,9 Mio. (+26,9%) ist durch verschiedene ausserordentliche Faktoren geprägt. Auf der Kostenseite fallen gegenüber 2009 die CHF 60 Mio. für die Ausfinanzierung der Pensionskasse weg. Dafür verursachte die IT-Migration zusätzliche Kosten in der Höhe von CHF 10,7 Mio.  Auf der Ertragsseite schlagen der Rückgang des übrigen Erfolgs und der Ertragsrückgang aus dem Verkauf der AAM Privatbank negativ zu Buche. Der um die Sondereffekte „Ausfinanzierung Pensionskasse“ und „IT-Migration“ bereinigte Bruttogewinn liegt mit CHF 204,7 Mio. um 4,5% unter Vorjahr.

Cost/Income-Ratio im Zielkorridor

Die Cost/Income-Ratio liegt ohne Sonderaufwand für die IT-Migration mit 43,4% im Zielkorridor, den die Basellandschaftliche Kantonalbank in einer Bandbreite von 40%-50% definiert hat.

Hohes Eigenkapital

Der Eigenkapitaldeckungsgrad liegt bei 209,4% (ohne Kantonalbankenrabatt), was einer Tier I von 16,8% entspricht. Damit liegt die Eigenkapitaldecke klar über den Finma-Anforderungen von 120%. Das hohe Eigenkapital ist mit ein Grund dafür, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s die Bank wiederum mit dem Höchstrating AAA bewertet hat.

Ausschüttung an die Eigentümer

Das gute Ergebnis erlaubt eine unveränderte Ausschüttung an die Eigentümer. Die Dividende pro KBZ beträgt CHF 33.-, der Gewinnanteil des Kantons liegt bei CHF 40 Mio.. Insgesamt werden an den Kanton CHF 48,2 Mio. ausgeschüttet. Damit wird den Anforderungen des Eigentümers nach einer besonnenen Ausschüttung und einer stetigen Äufnung der Reserven Rechnung getragen. Die Cash-Out-Ratio liegt bei 42,2% des Jahresgewinns.

Gestiegener Jahresgewinn

Nach einer Einlage von CHF 50 Mio. (2009: CHF 35 Mio.) in die Reserve für allgemeinen Bankrisiken liegt der Jahresgewinn mit CHF 108,9 Mio. um 2,4% über Vorjahr.

Neue IT-Infrastruktur

Mit der erfolgreichen IT-Migration auf das Bankensystem Avaloq ist die Bank fit für die zukünftigen Herausforderungen der Kunden und der Regulatoren auf dem Gebiet der Informatik. Der Aufbau einer eigenen Informatikabteilung stärkt ihre Selbstständigkeit in diesem wichtigen Bereich.  

Ausbau der Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung wurde im vergangenen Jahr erweitert und verändert. Seit 1. Oktober 2010  verstärkt Herbert Kumbartzki, Finanzchef und Chief Risk Officer, das Gremium. Mit dieser Erweiterung der Geschäftsleitung trägt die Bank der hohen Bedeutung des Risikomanagements und den steigenden regulatorischen Anforderungen Rechnung. Ebenfalls auf den 1. Oktober 2010 hat Daniel Brändlin von Lukas Spiess die Leitung des Geschäftsbereichs Firmenkunden übernommen. Daniel Brändlin ist mit seiner langjährigen Bankerfahrung als Kreditspezialist und nach seiner 10jährigen Tätigkeit als CFO in zwei international tätigen Firmen ein idealer Sparring Partner für die Firmenkunden der BLKB.

Rotation im Bankrat

Auch im Bankrat kommt es zu Neuerungen. Für die neue Amtsperiode ab 1. Juli 2011 stellt sich Wilhelm Hansen für das Präsidium nicht mehr zur Verfügung. Er will sich zeitlich entlasten und sich neu als Mitglied des Audit and Risk Committee (ARC) vermehrt regulatorischen Fragen widmen. Für seine Nachfolge schlägt der Bankrat dem Regierungsrat Elisabeth Schirmer-Mosset vor. Die Unternehmerin (VR Ronda AG) ist seit 2000 Mitglied des Bankrats und befasst sich als Mitglied des Executive Committee (ExC) primär mit strategischen Fragen. Mit Daniel Schenk (CEO van Baerle AG) soll ein weiterer erfahrener Unternehmer das strategische Element und die industrielle Erfahrung im ExC einbringen. Er ist heute Präsident des ARC und ebenfalls seit 2000 Mitglied des Bankrats. Seine Nachfolge soll Dieter Völlmin, Mitglied des ARC und des Bankrats seit 2007, übernehmen. Schliesslich tritt Paul Hug, Mitglied des Bankrats seit 1987, auf Ende der jetzigen Amtsperiode zurück. Alle übrigen Mitglieder des Bankrats kandidieren für eine weitere Amtsperiode.

Ausblick

Die Schwierigkeiten in der Eurozone und die weltweit extrem hohe Staatsverschuldung sorgen für Unsicherheit und lassen volatile Märkte erwarten. Die konjunkturelle Erholung in der Schweiz wird vermutlich langsamer als 2010 verlaufen. Die Basellandschaftliche Kantonalbank ist gut in das Jahr 2011 gestartet. Sie geht für das laufende Jahr von einem Ergebnis leicht über Vorjahreshöhe aus und ist zuversichtlich, dass die Bank vor allem im Anlage- und Firmenkundengeschäft weitere Fortschritte erzielen wird.


 Tabelle Finanzergebnis 2010 (PDF, 2 MB)
Enthält folgende Daten:
- Auf einen Blick
- Bilanz und Erfolgsrechnung


 Präsentation Bilanzmedienkonferenz (PDF, 125 kB)


             
Dr. Beat Oberlin
Präsident der Geschäftsleitung

Bild zum Download (168 kB)
Willhelm Hansen
Präsident des Bankrats

Bild zum Download (178 kB)
Elisabeth Schirmer-Mosset
Mitglied des Bankrats

Bild zum Download (166 kB)