Kantonalbankpreise 2013 verliehen

Kantonalbankpreise 2013 verliehen

Medienmitteilung Kantonalbankenpreis 2013

Leichtathlet Gregori Ott, Künstler Rudolf Tschudin und die Firma Drossapharm erhalten dieses Jahr die Preise der Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank. Die Stiftung zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich um den Kanton Basel-Landschaft in besonderem Masse verdient gemacht haben.

Rund 120 geladene Gäste waren am 26. September 2013 im Hotel Engel in Liestal, als zum 23. Mal die Kantonalbankpreise verliehen wurden. Der Preis wird seit 1991 von der Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) vergeben. In diesem Jahr wurden drei Preisträger mit je 15'000 Franken ausgezeichnet.

Gregori Ott: Mit Weitwurf ins Baselbieter Olympiateam
Der 19-jährige Liestaler Gregori Ott erhält den Kantonalbankpreis als Anerkennung für seine sportlichen Leistungen. Der Leichtathlet hat die Disziplinen Diskus und Kugelstossen während der Schulzeit für sich entdeckt und konnte bereits zahlreiche nationale und internationale Erfolge erzielen: Gregori Ott ist siebenfacher Schweizer Rekordhalter und hat in der bisherigen Karriere 19-mal den Schweizer Rekord verbessert. International erreichte Gregori Ott 2011 den 8. Platz an der Europäischen Jugendolympiade (Diskus). Dieses Jahr schaffte er es in derselben Disziplin an der U20-EM auf den 9. Platz. 2011 wurde der Sportler ins B-Nationalkader Wurf von Swiss Athletics aufgenommen. Seit diesem Jahr ist er Teil des Baselbieter Olympiateams. Gregori Ott steht ein Jahr vor dem Abschluss der Sportklasse des Gymnasiums Liestal (Wirtschaftsmatur). "Die Verbindung von schulischen und sportlichen Erfolgen ist beispielhaft", sagte Laudator Dr. Claude Janiak, Präsident der Jubiläumsstiftung.

Rudolf Tschudin: Ein Hammering Man aus Fleisch und Blut
Der 1960 geborene Rudolf Tschudin fertigt in der ehemaligen elterlichen Schlossereiwerkstatt in Sissach Eisenplastiken. Bekannt sind zum Beispiel seine kissenähnlichen Objekte, die durch das Verschweissen identischer Teile und das spätere Aufblasen mittels Druckluft entstehen. "Volumen in Blech" heissen diese Werke. Dem gelernten Metallbauschlosser ist es wichtig, dass künstlerisches Schaffen an möglichst vielen Orten gelebt wird und sich nicht auf städtische Zentren fokussiert. Obwohl er tagelang in seiner Werkstatt arbeitet, hat für ihn der Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern grosse Bedeutung. Viele seiner Werke und insbesondere die Ideen dazu entstehen im Rahmen von Symposien. "Rudolf Tschudin kokettiert gerne mit der Rolle des einfach gestrickten Metallarbeiters ", sagte Laudator Urs Wüthrich-Pelloli, Stiftungsrat der Jubiläumsstiftung. "Mit ihm hat Sissach seinen eigenen Hammering Man - einen aus Fleisch und Blut."

Drossapharm: Mit Gels und Salben an die Spitze
Die 1976 gegründete Drossapharm AG mit Sitz in Arlesheim und Basel entwickelt, produziert und vertreibt Präparate gegen Rheumaerkrankungen und gegen Gefäss- und Venenerkrankungen. Drossapharm ist spezialisiert auf die Produktion von sogenannt topischen Arzneiformen: Salben, Gels oder Liquida. Im Rheumabereich nimmt die Firma auf dem Schweizer Markt eine führende Stellung ein, im Venensektor ist sie mit ihren Produkten gar Marktführer. Seit 2005 verfügt Drossapharm über eine eigene Vertriebsgesellschaft in Deutschland, 2012 wurde eine Niederlassung in Vietnam in Betrieb genommen. Die beiden Söhne Ambros und Julian sind bereits in die Firma integriert und stellen die Nachfolge sicher. Heute hat die Drossapharm AG weltweit rund 100 Mitarbeitende und verkauft über zwanzig Produkte in Europa und Asien und erwirtschaftet dabei einen jährlichen Umsatz von 35 Millionen Franken. Viele der Drossapharm-Produkte werden in der Schweiz hergestellt, denn die Firma glaubt nach wir vor an den Produktionsstandort Schweiz. "Der Schlüssel zum Erfolg ist die Fokussierung auf die eigenen Stärken, ein klares Bekenntnis zu hoher Qualität und der stetige Wille zur Entwicklung neuer und noch besserer Produkte", sagte Laudator Daniel Brändlin, BLKB-Geschäftsleitungsmitglied.

Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank

Die Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank wurde 1964 aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Bank gegründet. Zum 125-Jahr-Jubiläum 1989 wurde der Stiftungszweck erweitert; er umfasst seither die Förderung kultureller Aktivitäten im Kanton und die Vergabe des Kantonalbankpreises. Mit dem Preis werden jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in kultureller, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht um den Kanton Basel-Landschaft verdient gemacht haben.

Presiträger Kantonalbankenpreis 2013
Dr. Claude Janiak (Präsident der Jubiläumsstiftung), Rudolf Tschudin, Gregori Ott, Ambros und Julian Lutz, Daniel Brändlin (Geschäftsleitung BLKB) (v.l.n.r.)