BLKB lanciert Crowdfunding-Marktplatz

BLKB lanciert Crowdfunding-Marktplatz

BLKB lanciert Crowdfunding-Marktplatz

Als erste Schweizer Bank lanciert die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) einen eigenen Crowdfunding-Marktplatz. Technischer Partner ist Swisscom, welche die Plattform entwickelt hat und der BLKB einen Marktplatz zur Verfügung stellt. miteinander-erfolgreich.ch startet mit vier Projekten: einem Kurzfilm, einer Orchester-CD, einem Parfüm und jungen Segelfliegern.

Es braucht Geld, um eine Erfindung, ein Kunstwerk, ein Event oder ein Buch zu lancieren. Konventionelle Finanzierungen, wie sie Banken bislang bieten, sind dafür oft ungeeignet. Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) erschliesst mit Crowdfunding nun eine neue Quelle: miteinander-erfolgreich.ch bietet eine Plattform für Projekte, die nach den Grundsätzen des Sponsorings Geld suchen. Den Geldgebern wird eine Gegenleistung (Reward) angeboten, die nach Höhe des Unterstützungsbeitrages unterschiedlich ist. Die Plattform ist offen für Projekte, die den Richtlinien der BLKB entsprechen und in erster Linie aus den Bereichen Kultur, Sport und Soziales stammen. Die BLKB entscheidet, ob ein Projekt auf miteinander-erfolgreich.ch aufgeschaltet wird. Und die BLKB wird auch mit einem eigenen Beitrag Projekten zum Erfolg verhelfen.

Die Initianten stellen ihre Projekte selber vor und legen den angestrebten Betrag des Fundings fest. Wird der Betrag innert einer vorgegebenen Zeit erreicht oder übertroffen, fliesst das Geld an die Initianten. Wird der Betrag nicht erreicht, werden die Beiträge den Unterstützern zurückerstattet. Die BLKB erhebt für die Plattform und ihre Dienstleistungen eine Provision in der Höhe von 6% zuzüglich Transaktionskosten von 4% auf den Fundingbetrag.

Partner der BLKB im Crowdfunding ist Swisscom. Damit setzt die BLKB ihre Partnerstrategie fort, die zum Ziel hat, bei Partnerschaften wenn immer möglich mit der Nummer Eins im Markt zusammenzuarbeiten. Die Swisscom wird in Zukunft ihre Crowdfunding-Plattform weiter ausbauen und auch anderen Unternehmen einen unkomplizierten, sicheren Zugang zum eigenen Marktplatz eröffnen. Für Marcel Walker, Leiter der Bereiche Cloud und Banking bei Swisscom, wird die neue Finanzierungsform die Innovationskraft der Schweiz stärken: "Unternehmen und Private erhalten die Möglichkeit, ihre Visionen zu verwirklichen, oder kreative Träume anderer auf persönliche Art und Weise zu unterstützen."

Mit der Lancierung ihres Crowdfunding-Marktplatzes reagiert die BLKB auf eine aktuelle Entwicklung und positioniert sich in einem wachsenden Markt. Immer mehr werden bisher klassische Bankaktivitäten auf elektronischen Plattformen direkt zwischen Privaten oder Unternehmen abgewickelt. Die BLKB will hier nicht abseits stehen, sondern sich an der Entwicklung beteiligen und damit auf der einen Seite Menschen und Unternehmen als Partner neue Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen. Auf der anderen Seite erschliesst sie so auch neue Ertragsquellen.

Die BLKB war eine der ersten Schweizer Banken, die in den Social Media aktiv ist. Sie hat als erste Schweizer Bank eine automatische Erdbebenversicherung für ihre Hypotheken lanciert und wird auch in Zukunft weitere Neuheiten auf den Markt bringen. Für Dr. Beat Oberlin, CEO der BLKB, gibt in erster Linie die Konsumgüterindustrie den Takt für Innovationen vor: "Wir dürfen Trends im Konsumgütermarkt nicht verschlafen und müssen unsere Dienstleistungen am Verhalten unserer Kundinnen und Kunden ausrichten."

Zum Start von miteinander-erfolgreich.ch bewerben sich vier Projekte um Beiträge aus der Community:

Das Parfüm
Die junge Baselbieterin Annina Künnecke hat eine ungewöhnliche Maturarbeit geschrieben. Thema: Geschichte des Unisex-Parfüms. Dabei beliess sie es nicht beim theoretischen Teil. In Zusammenarbeit mit einem Parfümeur aus der Region hat sie ein eigenes Parfum kreiert: "AirMail". Für ihre Maturarbeit bekam sie die Höchstnote 6. Das motivierte sie, mit ihrem Parfüm am Wettbewerb "Schweizer Jugend forscht" teilzunehmen. Ihre Arbeit über Konzeption und Herstellung eines Unisex-Parfüms erhielt das Prädikat "ausgezeichnet". Im Sommer präsentierte sie ihre Arbeit und ihr Parfüm am internationalen Forschungscamp in London und stiess auch international auf grosses Interesse. Jetzt will sie "AirMail" in kleiner Auflage auf den Markt bringen. Dazu braucht sie die Unterstützung der Community.

Der Kurzfilm
DOUG & WALTER erzählt den Roadtrip von zwei Aussenseitern durch das Baselbiet. Doug, ein US-Amerikaner Mitte 50 mit Burnout Syndrom wurde kürzlich entlassen. Getrieben von einer "out law"-Phantasie will er nun nochmals richtig auf den Putz hauen. Walter, sein ehemaliger Arbeitskollege, ist ein zurückhaltender Typ und bewundert Doug für seine ungestüme Art.

Regisseur von DOUG & WALTER ist Morris Samuel - ein junger Filmer aus der Region Basel. 2011 realisiert er seinen ersten Dokumentarfilm "14". Er wurde unter anderem mit dem Basler Filmpreis geehrt. 2013 folgte ein weiterer Kurzfilm SCHRITT FÜR SCHRITT, für welchen er den 1. Platz an den Schweizer Jugendfilmtagen gewann. Heute arbeitet er als freischaffender Regisseur und lebt in Basel.

Das Drehbuch wurde bereits mit dem Tweaklab Shortrun Preis 2014 für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Mit den Beiträgen aus der Community sollen Mittel für das technische Equipment und für die faire Entlöhnung von Crew und Schauspieler generiert werden.

 

Die Brass Band
Die Bieranjas erreichten im "Kampf der Orchester" des Schweizer Fernsehens am 29. November 2014 den Final und verpassten die Krone nur knapp. Die Bieranjas sind 21 Männer und eine Frau aus dem Fricktal und dem Baselbiet, die mit Brass-Musik unterhalten und bewegen. Sie spielen aktuelle Pop-, Disco-, Rock- und Jazz-Hits. Nebst ihren Auftritten in der Schweiz waren sie in Hamburg, Köln, Düsseldorf, Wien, Innsbruck, Graz, Bratislava, Budapest, Salzburg, Ljublijana und immer wieder am Balaton in Ungarn zu Gast.

Nach ihrem Grosserfolg im "Kampf der Orchester" möchten sie jetzt ihre dritte CD aufnehmen. Dafür suchen sie auf der Crowdfunding-Plattform der BLKB nach Geldgebern.

 

Die Segelflieger
Mario Straub und Roger Frei träumten schon als Buben von der Fliegerei. Inzwischen sind sie Studenten und haben es als Mitglieder des Swiss Junior Gliding Teams im Segelflieger schon hoch hinaus geschafft: 2014 wurden sie Schweizermeister bei den Junioren, in der Elite-Kategorie flogen sie auf den zweiten Platz. Segelfliegen ist ihre Passion. Ihr fliegerisches Können nun auch auf internationalem Niveau zu messen, ist ihr Ziel. Ihr Traum ist die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft 2015 in Narromine, Australien. Nach der erfolgreichen Qualifikation arbeiten sie hart an der konkreten Umsetzung: Training, Training, Training, Planung und Finanzierung. Nur mit der Unterstützung von Sponsoren werden die beiden 2015 in Australien abheben. Für die Sponsoren gibt's ein Fotoalbum mit eindrücklichen Bildern, kurze Schnupperflüge, Segelflugstunden oder gar Alpensegelflüge im Doppelsitzer.