BLKB unterstützt Berufsausbildung in der Region mit 256'070 Franken

BLKB unterstützt Berufsausbildung in der Region mit 256'070 Franken

JFJ 2015

BLKB unterstützt Berufsausbildung in der Region mit 256‘070 Franken

Steigende Anforderungen der Arbeitswelt erschweren Jugendlichen den Weg ins Berufsleben. Wer es alleine nicht schafft, bekommt dank "Jobs for Juniors" Unterstützung. Das Projekt der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) setzt mit der Jobfactory Basel und dem KMU-Lehrbetriebsverbund auf erfahrene Partner.

Seit acht Jahren unterstützt die BLKB mit ihrer Jobs-for-Juniors-Maestro-Karte Jugendliche auf ihrem Weg ins Berufsleben. "Uns ist es wichtig, dass möglichst viele Jugendliche eine gute Ausbildung machen können", sagt Kaspar Schweizer, Mitglied der Geschäftsleitung der BLKB an der Medienkonferenz zur Spendenübergabe. Mit der Jobfactory Basel und dem KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung hat die BLKB Partner, die mit verschiedenen Kursen und Trainings die Jugendlichen fit für den Arbeitsmarkt machen und die Schaffung zusätzlicher Lehrstellen ermöglichen.

Jobs-for-Juniors-Karte
An der finanziellen Unterstützung dieser beiden Institutionen beteiligen sich nicht nur die Bank, sondern auch ihre Kundinnen und Kunden. Die BLKB bezahlt bei jedem Einkauf mit der Karte ein Viertel Prozent des Kaufbetrags hälftig an die beiden Organisationen. Die Kundinnen und Kunden leisten ihren Beitrag mit einer Jahresgebühr, die zehn Franken höher ist als bei der normalen BLKB-Maestro-Karte. Davon gehen je fünf Franken an die Jobfactory und den Lehrbetriebsverbund.

Im Jahr 2014 ist der Spendenbetrag erneut gewachsen: Er liegt mit CHF 256‘070 deutlich über dem Vorjahresbetrag (2013: CHF 221'651). Die beiden Checks in der Höhe von CHF 128‘035 überreichte Kaspar Schweizer am Freitag, 24. April 2015, an Fanar Potros (Lernende KMU-Lehrbetriebsverbund) und Daut Sadiku (Berufspraktikant Jobfactory) - stellvertretend für alle anderen "Juniors".

Job for Fanar
Fanar Potros (20) lebte bis 2009 im Irak. Da sie zu Beginn der Lehrstellensuche erst drei Jahre in der Schweiz wohnte, wurde sie von vielen potenziellen Lehrbetrieben als nicht geeignet eingestuft. Der KMU-Lehrbetriebsverbund gab ihr eine Chance - mit der Bedingung, dass Fanar Potros während der ganzen Lehrzeit aktiv an ihren Deutschkenntnissen arbeiten müsse. Heute ist sie im 2. Lehrjahr zur Büroassistentin EBA im Haus der Wirtschaft in Liestal. Ihr kommen die Stützkurse des Lehrbetriebsverbundes zugute. "Auf privater Basis hätte sich meine Familie diese Unterstützung nicht leisten können", sagt Fanar Potros. Die Stützkurse werden mit den Jobs-for-Juniors-Geldern finanziert.

Job for Daut
Daut Sadiku (18) stammt aus Mazedonien und lebt seit seinem 10. Lebensjahr in der Schweiz. Nach der Sekundarschule in Liestal besuchte er das 10. Schuljahr in Muttenz und wollte anschliessend die Wirtschaftsmittelschule machen. Als er die Aufnahmeprüfung nicht schaffte, wurde es mit der Lehrstellensuche zeitlich knapp, also entschied sich Daut Sadiku für ein Praktikum bei der Jobfactory. Die ersten Wochen war er im Restaurant als Servicekraft im Einsatz. Danach wechselte er ins externe Praktikum zur Firma Alpiq in Allschwil. "Neben der Berufserfahrung hat mir vor allem die Bewerbungswerkstatt sehr geholfen", sagt Daut Sadiku. Er beginnt nach den Sommerferien seine KV-Lehre (EFZ) bei der Jobfactory.

Die Partner-Institutionen
Die Jobfactory macht Schulabgänger fit für die Berufswelt. Über 250 können jedes Jahr im Rahmen eines Berufspraktikums erste Erfahrungen im Arbeitsmarkt sammeln. "Acht von zehn Berufspraktikanten qualifizieren sich nach Abschluss des Praktikums so wie Daut Sadiku den nächsten Schritt in ihrer beruflichen Laufbahn", sagt Robert Roth, Jobfactory-Gründer und Geschäftsleiter.
Der KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung hat es sich zur Aufgabe gemacht, kleineren Firmen das Anbieten einer Lehrstelle zu ermöglichen. Neben dieser administrativen Leistung setzt der Verbund auch auf Stützkurse für die Lernenden. "So können nicht nur Jugendliche mit einem guten schulischen Rucksack eine Lehre absolvieren", sagt Urs Berger, Gründer des KMU-Lehrbetriebsverbundes.