BLKB-Wirtschaftsumfrage

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Der starke Franken bremst die Wirtschaft


Die Baselbieter Unternehmen schauen auf ein gutes Geschäftsjahr 2014 zurück. Für mehr als zwei Drittel war es gut oder gar sehr gut. Doch die Aufhebung des Euromindestkurses hat die Perspektiven deutlich getrübt. Trotzdem erwartet mehr als die Hälfte der regionalen Unternehmen keine negativen Auswirkungen. Dies zeigen die Ergebnisse der Wirtschaftsumfrage der Basellandschaftlichen Kantonalbank.

Die Baselbieter Unternehmen stufen das abgelaufene Jahr erneut positiver ein, als dies im Vorjahr der Fall war: Für 71% der befragten Firmen lief das Geschäftsjahr 2014 gut oder sehr gut (+11Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). Für das aktuelle Jahr sind die Aussichten aufgrund der Frankenstärke und des damit verbundenen Drucks auf die Margen und Preise weniger optimistisch.

Die überraschende Aufhebung des Euromindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar dieses Jahres stellt auch die Baselbieter Firmen vor grosse Herausforderungen. Der starke Franken belastet neben den Exporteuren preissensitiver Güter und Dienstleistungen auch die im Kanton stark vertretene Pharmaindustrie, den Detailhandel sowie das Autogewerbe. Die Unternehmensumfrage zeigt aber auch, dass die Baselbieter Wirtschaft grundsätzlich gut aufgestellt ist und die Auftragsbücher voll sind. So erwartet über die Hälfte der befragten Firmen keine negativen Auswirkungen. Einige Sektoren, wie beispielsweise das Baugewerbe, dürften sogar vom starken Franken profitieren.

Nur 20% der befragten Unternehmen rechnen mit einem schlechteren Ergebnis als für das abgelaufene Jahr. Auf der anderen Seite des Spektrums sind immerhin 21% davon überzeugt, dass sich 2015 besser entwickeln wird als 2014. Ein konstant hoher Anteil von 59% erwartet keine grossen Veränderungen für das laufende Jahr. Erwartungsgemäss äussern sich die exportorientierten Unternehmen (50% Exporte und mehr), welche besonders unter dem starken Franken leiden, nur sehr verhalten optimistisch. Während immerhin 26% dieser Unternehmen eine positive Entwicklung erwarten, blicken demgegenüber 40% eher pessimistisch in die Zukunft.