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Nachhaltiger Erfolg dank weitsichtigem Management

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) erzielte im 2015 mit einem Geschäftserfolg von CHF 191 Mio. ein sehr gutes Ergebnis. Dies entspricht einer Steigerung um 8,8% gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresgewinn stieg um 12,6% auf CHF 130,4 Mio.

Die ordentliche Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft wird im Vergleich zum Vorjahr (und unter Berücksichtigung der Sonderausschüttung anlässlich des Jubiläums im 2014) um fast CHF 6 Mio. auf CHF 59,9 Mio. erhöht. Die Zertifikatsdividende steigt auf der Basis der ordentlichen Dividende 2014 um CHF 2 auf CHF 35.

Der Geschäftsertrag nahm um 5% auf CHF 371,7 Mio. zu. Haupttreiber dieser Zunahme sind der Netto-Erfolg im Zinsengeschäft mit einem Anstieg um 5,7% auf CHF 281,8, sowie der Erfolg im Handelsgeschäft mit einem Anstieg um 21,7% auf CHF 18,3 Mio. Wichtiger Ertragspfeiler bleibt weiterhin das Kommissionsgeschäft mit einem Erfolg von CHF 62,3 Mio.

Der Geschäftsaufwand stieg leicht um 0,8 % auf CHF 157,5 Mio.

Die Cost-Income-Ratio beträgt 42,4%, eine Verbesserung um 1.8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Der Wert liegt weiterhin im unteren Teil des Zielkorridors von
40 bis 50%.

Die Eigenkapitalrentabilität beläuft sich auf 11,04% und ist somit deutlich über unserem Zielwert des 10-Jahres-Swap +3%.

Der Eigenkapitaldeckungsgrad liegt bei 211,4%. Dies entspricht einer Leverage Ratio von 8,5%. Das Eigenkapital wurde um CHF 136 Mio. gestärkt.

Elisabeth Schirmer-Mosset, Bankpräsidentin, sagt: „Die nachhaltig guten Jahresergebnisse erlauben uns, die Ausschüttungen an unsere Eigentümer weiter zu erhöhen. Gleichzeitig ermöglichen sie uns, unsere Eigenkapitaldecke kontinuierlich zu stärken und so das Risikopolster der Bank auszubauen. Die BLKB gehört zu einer der am solidesten finanzierten Banken in der Schweiz. Von dieser Sicherheit profitieren unsere Kundinnen und Kunden. Wir können ihnen als zuverlässiger und starker Partner langfristig und auch in konjunkturell wechselhaften Zeiten zur Seite stehen und unsere Funktion als Schmiermittel der lokalen Wirtschaft wahrnehmen.“

Dr. Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung, kommentiert: „Wie wir unser Potenzial besser ausschöpfen – dieser Gedanke stand am Anfang der Neuausrichtung unserer Bank vor drei Jahren: Ziel war es, uns am Kundenverhalten zu orientieren, konsequent die verschiedenen Kontaktpunkte zu vernetzen und Synergien besser zu nutzen sowie die Effizienz und Effektivität unserer Abläufe zu optimieren. Die konsequente Umsetzung dieser Neuausrichtung trägt jetzt ihre Früchte. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir in einem komplexen und schwierigen Umfeld auf ein für uns sehr gutes Jahr zurückblicken dürfen. Im 2015 haben wir zwei Meilensteine erreicht, die für unsere Kunden und Kundinnen direkt erlebbar sind: Unser Kundencenter hat sich als Hauptkontaktkanal erfolgreich etabliert. Ausserdem wurde in Lausen die neue 24-Stunden-Bank mit Fokus auf Selbstbedienung und Videotelefonie eröffnet. Wir werden im laufenden Jahr die Geschäftsmöglichkeiten und Kanäle weiter konsequent vorantreiben, welche uns die Digitalisierung eröffnet, und CHF 20 Mio. in die digitale Weiterentwicklung investieren. Unser Hauptaugenmerk wird darauf liegen, die für uns als Bank und unsere Kundinnen und Kunden besten Handlungsoptionen aus der Digitalisierung zu identifizieren und erfolgreich umzusetzen.“

Weitere Finanzkennzahlen für das Jahr 2015

Weiterhin hohes Vertrauen in die BLKB

Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die BLKB bleibt hoch. Dies zeigt der Netto-Neugeldzufluss von CHF 235,5 Mio. – dies entspricht einer Steigerung um 16% gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig wird die Weissgeldstrategie weiter konsequent umgesetzt. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen wuchsen um 1,2% auf insgesamt CHF 15,4 Mia. Die Kundenvermögen betragen CHF 19,6 Mia., davon CHF 3,15 Mia. mit Verwaltungsmandaten. Die Vermögen mit Verwaltungsmandaten konnten im Vergleich zum Vorjahr um CHF 186 Mio. zulegen.

Das Aktivgeschäft konnte grösstenteils durch Kundengelder refinanziert werden. Die Refinanzierungsquote konnte mit 83,8% stabil gehalten werden.

Risikobewusstes Wachstum bei Hypotheken und Krediten an Private und Firmen

Die BLKB hat ihre Hypothekarausleihungen um 2,8% auf CHF 17,1 Mia. weiter erhöht. Davon entfallen CHF 711,6 Mio. auf die E-Hypotheken. Diese verzeichnen mit 28,5% einen konstanten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Die Kreditlimiten an Firmen haben um CHF 110 Mio. auf insgesamt CHF 5 Mia. zugenommen. Dies entspricht einem Anstieg von 2,2%. Die BLKB leistet damit auch 2015 einen erheblichen Beitrag an die Wirtschaft in der Region Nordwestschweiz.

Die Qualität und Bonität unseres Kundengeschäfts wiederspiegelt sich in der Bildung von Wertberichtigungen im Umfang von CHF 3,1 Mio., welche sich damit auf Höhe des Vorjahres bewegen.

Wachstum im Zinsengeschäft

Mit CHF 281,8 Mio. liegt der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 5,7% über Vorjahr. Zu diesem Erfolg hat wesentlich die disziplinierte langfristige Bilanzmanagement-Strategie beigetragen. Eine weitere wichtige Rolle spielten die schnelle Reaktionszeit, die richtige Beurteilung der Konjunkturentwicklung und die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb der unterschiedlichsten Bereiche der Bank im Nachgang zu den SNB-Entscheiden am 15. Januar 2015.

Leichter Rückgang im Kommissionsgeschäft

Der Erfolg im Kommissionsgeschäft ging um 5,5 % auf CHF 62,3 Mio. zurück. Grund dafür ist insbesondere der Ertragsrückgang im Wertschriften- und Anlagegeschäft.

Erfreuliche Zunahme im Handelsgeschäft

Der Erfolg im Handelsgeschäft stieg um 21,7 % auf CHF 18,3 Mio. Dieser Anstieg wurde vor allem durch die Aufhebung der Euro-Untergrenze und die damit verbundene erhöhte Volatilität und Kundenaktivität geprägt. Ausserdem hat die BLKB letztes Jahr den Kanton Baselland erfolgreich bei der Ausfinanzierung der Pensionskasse begleitet. Das von der BLKB angeführte Bankenkonsortium platzierte mit über CHF 1,6 Mia. eine der grössten Kapitalmarkttransaktionen der Schweiz.

Übriger ordentlicher Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg stieg um 42,2% auf CHF 9,4 Mio. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Veräusserung von Finanzanlagen und Beteiligungserträge zurückzuführen.

Sorgsamer Umgang mit den Kosten und Investitionen in die Zukunft

Die BLKB ging auch im 2015 weiterhin sorgsam mit ihren Kosten um und tätigte gleichzeitig Investitionen in die Zukunft. Es wurden CHF 20 Mio. in die kontinuierliche Modernisierung der Infrastruktur sowie in die digitale Weiterentwicklung der BLKB investiert. Der Geschäftsaufwand nahm insgesamt leicht um 0,8% auf CHF 157,5 Mio. zu. Der Sachaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,0% auf CHF 57,6 Mio. Der Personalaufwand nahm um 0,4 % auf CHF 99,9 Mio. leicht ab.

Ausblick

2016 wird ein anspruchsvolles Jahr werden. Die BLKB rechnet mit einem Ergebnis, das leicht unter dem Vorjahr liegen wird. Diverse positive Sondereffekte wie im letzten Jahr werden wegfallen. Mässiges Wachstum, tiefe Inflation und Währungskapriolen bleiben eine Herausforderung. Neben der technisch anspruchsvollen Steuerung der Geldpolitik wird mittelfristig auch die Zurückführung der überdimensionierten Bilanzen der Notenbanken ein Thema werden müssen.

Externe Ereignisse werden zusätzlich Volatilität erzeugen. Dazu gehören die ungelöste Schuldenkrise in der EU und Spekulationen um einen Austritt einzelner Länder, Turbulenzen auf den Finanzmärkten (China, BRIC) und schwierige Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU über die bilateralen Abkommen und die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative.

Hinweis zu den Änderungen in der Rechnungslegung

Das überarbeitete Bankengesetz mit der entsprechenden Verordnung sowie das darauf basierende FINMA-Rundschreiben zur Rechnungslegung der Banken führen per 1. Januar 2015 zu Anpassungen in der Berichterstattung der Ergebnisse. Bei der BLKB haben die neuen Vorschriften keine Bewertungsanpassungen zur Folge, jedoch verändert sich die Struktur der Bilanz und Erfolgsrechnung. Der Geschäftsbericht wird neu gegliedert und umfasst zusätzliche Informationen. Die Vorjahreswerte und die Kennzahlen wurden ebenfalls angepasst, so dass die Vergleichbarkeit gewährleistet ist. Auffallendste Neuerung ist der Wegfall des „Bruttogewinns“. Als wichtigste Grösse für die Messung des operativen Erfolgs dient neu der „Geschäftserfolg“. Er berechnet sich aus dem Total Geschäftsertrag und beinhaltet Geschäftsaufwand, Abschreibungen, Rückstellungen und andere Wertberichtigungen und Verluste. Er ersetzt das ehemalige Zwischenergebnis.