BLKB: sicher und fit in die Zukunft

BLKB: sicher und fit in die Zukunft

Die BLKB - Medienmitteilungen - 2017 - BLKB: sicher und fit in die Zukunft

Der Jahresgewinn der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) nahm im 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,4% auf CHF 133,6 Mio. leicht zu. Sie erzielte mit einem Geschäftserfolg von CHF 183,4 Mio. ein gutes Ergebnis. Dies entspricht einem Rückgang um 4,1% gegenüber 2015. Das starke Zinsergebnis konnte den leichten Ertragsrückgang im Kommissions- und Handelsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz ausgleichen.
Die ordentliche Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft ist mit CHF 60,0 Mio. leicht höher als im Vorjahr. Die Zertifikatsdividende bleibt mit CHF 35,00 unverändert.
Herbert Kumbartzki, Leiter Finanz- und Riskmanagement und Mitglied der Geschäftsleitung, wurde zum stellvertretenden Präsidenten der Geschäftsleitung ernannt.

Der Geschäftsertrag verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,9% auf CHF 368,3 Mio. Haupttreiber sind der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von CHF 285,0 Mio. (+ 1,1%) sowie der Erfolg aus dem Handelsgeschäft von CHF 17,6 Mio. (- 3,7%). Ein wichtiger Ertragspfeiler bleibt weiterhin das Kommissionsgeschäft mit einem Erfolg von CHF 57,4 Mio. (- 7,8%).

Der Geschäftsaufwand nahm um 3,0% auf CHF 162,2 Mio. zu und war geprägt von Investitionen in die Zukunft.

Der Netto-Neugeldzufluss betrug sehr gute CHF 553,7 Mio., was ein Beweis für das weiterhin hohe Kundenvertrauen und die Kompetenz der BLKB ist.

Die Cost-Income-Ratio beträgt 44,0%, eine Zunahme um 1,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Der Wert liegt weiterhin im unteren Teil des Zielkorridors von 40 bis 50 Prozent.

Die Eigenkapitalrentabilität beläuft sich auf 9,5% und ist somit deutlich über unserem Zielwert des 10-Jahres-Swap +3%.

Der Eigenkapitaldeckungsgrad liegt bei hervorragenden 218,2%. Das Eigenkapital wurde um CHF 116 Mio. gestärkt.

Elisabeth Schirmer-Mosset, Bankpräsidentin, sagt: «Die im letzten Jahr wiederum gute Profitabilität der BLKB verdeutlicht auf eindrückliche Weise, dass ein gelebtes nachhaltiges Geschäftsmodell für alle unsere Anspruchsgruppen – Kunden, Mitarbeitende, Eigentümer – positiv ist. Wir haben uns im vergangenen Jahr in mehreren Bereichen für die Zukunft fit gemacht. Die BLKB hat im letzten Jahr eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet. Ziel ist es, unser Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und die erforderlichen Investitionen zu tätigen, um die Erträge von morgen zu sichern und den neuen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Zudem wurde eine neue Strategie im Anlagegeschäft entwickelt, um unser Profil in diesem Bereich zu schärfen, Marktanteile zu gewinnen und die Profitabilität zu steigern. Schliesslich haben wir die CEO-Nachfolge langfristig geplant und per Anfang 2017 umgesetzt. Damit hat der Bankrat die Stabilität und Kontinuität an der operativen Spitze der Bank sichergestellt.»

Dr. Beat Oberlin, ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung, verantwortet das Geschäftsjahr 2016 und kommentiert: «Wir haben im letzten Jahr zahlreiche Meilensteine bei der Umsetzung der strategischen Vorgaben erreicht. Im Bereich Digitalisierung haben wir im April Twint sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden eingeführt und im Juni den Online-Auftritt durch «Meine BLKB» erweitert. Im August sind wir eine strategische Partnerschaft mit der Pionierin in der Schweizer Online-Vermögensverwaltung, True Wealth, eingegangen und werden so unser Angebot für digital-affine Anlagekunden ausbauen können. Anfang Oktober haben wir mit dem Fintech-Startup Advanon den gemeinsamen Online-Marktplatz KMUcash für Unternehmen lanciert. Mit diesen Projekten lösen wir ein, was wir im 2015 kommuniziert haben: dass wir Geschäftsmöglichkeiten und Kanäle weiter konsequent vorantreiben, welche uns die Digitalisierung eröffnet.
Im letzten Jahr haben wir ausserdem die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der Vermögensverwaltung gezielt weiterverfolgt und im April zwei eigene nachhaltige Strategiefonds auf den Markt gebracht. Im Bereich Vermögensberatung haben wir Ende Jahr vier neue Leistungsangebote entwickelt, die unsere Kunden bei der Umsetzung ihrer Anlagestrategie unterstützen.»

John Häfelfinger, Präsident der Geschäftsleitung, sagt: «Die BLKB ist sicher, solid und berechenbar. Deshalb hat sie das Vertrauen ihrer Kunden, Eigentümer und Mitarbeitenden und damit alle Voraussetzungen, auch weiterhin erfolgreich zu sein. Ich glaube an unsere Region, an die regionale Wirtschaft und auch an die Wichtigkeit des Bankings. Gerade die BLKB kann mit ihrer sehr guten Kapitalstruktur, ihrem tiefen Risikoprofil und den dadurch resultierenden tiefen Kapitalkosten ein Katalysator für ihre Kunden sein. Unser Anspruch ist es, dass wir die erste Anlaufstelle für alle finanziellen Bedürfnisse unserer Kunden sind. Wir wollen unsere Kunden umfassender und über die verschiedenen Disziplinen einer Bank betreuen können. Das heisst, dass ich die interne Zusammenarbeit über die Bereiche und Segmente hinweg stärken will. Wenn wir Dienstleistungen nicht selber intern erbringen können, arbeiten wir mit externen Partnern zusammen.»

Der Bankrat hat auf Antrag von John Häfelfinger Herbert Kumbartzki, Leiter Finanz- und Riskmanagement und Mitglied der Geschäftsleitung, zum stellvertretenden Präsidenten der Geschäftsleitung ernannt. Herbert Kumbartzki ist 2007 in die BLKB eingetreten und seit 2010 Mitglied der Geschäftsleitung. Er wird die zusätzliche Funktion per sofort übernehmen.

Weitere Finanzkennzahlen für das Jahr 2016

Weiterhin hohes Vertrauen in die BLKB
Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die BLKB bleibt hoch. Der Netto-Neugeldzufluss ist breit abgestützt und belief sich auf CHF 553,7 Mio. (+ 116,3%). Gleichzeitig wird die Weissgeldstrategie weiter konsequent umgesetzt. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen wuchsen auf insgesamt CHF 15,7 Mia. (+ 1,9%). Die Kundenvermögen betragen CHF 19,1 Mia., davon CHF 3,1 Mia. in Verwaltungsmandaten. Die Vermögen mit Verwaltungsmandaten konnten im Vergleich zum Vorjahr leicht um CHF 93,8 Mio. (+ 3,2%) zulegen. Das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Asset Management wird von unseren Kunden geschätzt.
Das Aktivgeschäft konnte grösstenteils durch Kundengelder refinanziert werden. Die Refinanzierungsquote bleibt mit 83,2% stabil.

Risikobewusstes Wachstum bei Hypotheken und Krediten an Private und Firmen
Die BLKB hat ihre Hypothekarausleihungen moderat auf CHF 17,6 Mia. erhöht (+ 2,9%). Davon entfallen CHF 862,4 Mio. auf die E-Hypotheken (+ 21,2%).
Die Kreditlimiten an Firmen haben um CHF 47,3 Mio. auf insgesamt CHF 5,0 Mia. zugenommen. Die BLKB leistete damit auch 2016 einen erheblichen Beitrag an die Wirtschaft in der Region Nordwestschweiz.
Die Qualität und Bonität unseres Kundengeschäfts widerspiegelt sich in der Bildung von Wertberichtigungen im Umfang von CHF 3,8 Mio.

Wachstum im Zinsengeschäft
Mit CHF 285,0 Mio. liegt der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft über Vorjahr (+ 1,1%). Zu diesem Erfolg hat wie bereits im vergangenen Jahr die weiterhin disziplinierte langfristige Bilanzmanagement-Strategie beigetragen.

Leichter Rückgang im Kommissionsgeschäft
Der Erfolg im Kommissionsgeschäft ging auf CHF 57,4 Mio. zurück (- 7,8%). Grund dafür ist insbesondere der Ertragsrückgang im Wertschriften- und Anlagegeschäft.

Erfreulicher Erfolg im Handelsgeschäft
Der Erfolg im Handelsgeschäft ging aufgrund erschwerter Rahmenbedingungen auf CHF 17,6 Mio. zurück (- 3,7%).

Übriger ordentlicher Erfolg
Der übrige ordentliche Erfolg ging auf CHF 8,4 Mio. zurück. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass diverse positive Sondereffekte im Vergleich zum Vorjahr weggefallen sind.

Sorgsamer Umgang mit den Kosten und Investitionen in die Zukunft
Die BLKB ging auch 2016 sorgsam mit ihren Kosten um und tätigte gleichzeitig Investitionen in die Zukunft. Der Geschäftsaufwand nahm insgesamt auf CHF 162,2 Mio. zu (+ 3,0%). Der Sachaufwand stieg auf CHF 59,7 Mio. (+ 3,6%). Grund dafür sind vor allem Investitionen in die kontinuierliche Modernisierung der Infrastruktur sowie in die digitale Weiterentwicklung. Darunter fallen insbesondere die Erweiterung unseres Online-Auftritts, das Angebot von Twint, die Partnerschaft mit True Wealth und die Lancierung von KMUcash in Zusammenarbeit mit Advanon als Teil der Digitalisierungsstrategie der Bank. Der Personalaufwand erhöhte sich auf CHF 102,5 Mio. (+ 2,6%). Die Anzahl Vollzeitstellen nahm gegenüber dem Vorjahr um 18 Stellen auf 657 zu (+ 2,8%).

Ausblick
Die BLKB rechnet im 2017 mit einem Ergebnis, das unter dem Vorjahr liegen wird. Sie geht von einem stabilen Umfeld in der Schweiz aus. Die Spannungen im Euro-Raum sind aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, und können jederzeit für Volatilität sorgen. Die Entwicklung in den USA ist schwer voraussehbar und kann zusätzliche Volatilität an den Finanzmärkten erzeugen. In diesem Umfeld sind Sicherheit und Berechenbarkeit wichtig. Für beides steht die BLKB weiterhin ein.

 


Danke, Dr. Beat Oberlin
Dr. Beat Oberlin hat sich im Januar 2015 entschieden, sein Amt auf die Versammlung der Inhaberinnen und Inhaber von BLKB-Zertifikaten im April 2017 zur Verfügung zu stellen und per 30. April 2017 in den Ruhestand zu treten. Er war bis zum 31. Dezember 2016 Präsident der Geschäftsleitung und verantwortet somit das gesamte Geschäftsjahr 2016. Dr. Beat Oberlin hat die BLKB in den letzten 12 Jahren entscheidend mitgeprägt. Er hat Hervorragendes für die BLKB geleistet und sie nachhaltig erfolgreich durch schwierige Gewässer gesteuert. Unter seiner Führung ist die BLKB kontinuierlich gewachsen und gehört heute zu den sichersten und effizientesten Banken der Schweiz. Dank seiner Weitsicht ist die Bank strategisch und operativ ausgezeichnet positioniert. Für seine Leistungen und seinen Einsatz sind ihm Bankrat, Geschäftsleitung und Mitarbeitende zu grossem Dank verpflichtet. 

Willkommen John Häfelfinger
Der Bankrat hat John Häfelfinger per 1. Januar 2017 zum neuen Präsidenten der Geschäftsleitung gewählt. John Häfelfinger ist eine fachlich bestens qualifizierte und engagierte Führungsperson mit einem überzeugenden Erfolgsausweis in der Bankenbranche. Der Bankrat ist überzeugt, dass er die BLKB dank seines Knowhows, seiner Führungsqualitäten und seiner langjährigen Erfahrung auf ihrem erfolgreichen Weg weiter voranbringen und entwickeln wird. In seiner bisherigen Karriere hat er sämtliche Frontbereiche im Bankgeschäft durchlaufen. Er verfügt über umfassende Kenntnisse in komplexen Finanzierungen im internationalen Corporate Banking wie auch im Schweizer Firmenkundengeschäft. Zuletzt verantwortete er bei einer Grossbank den Bereich «Corporate & Specialty Lending» und war stellvertretender Leiter des Bereichs «Corporate & Institutional Clients». Er ist Bürger von Gelterkinden und Basel, Vater zweier Kinder und wohnt in Basel.