Jobs for Juniors: BLKB unterstützt Berufsbildung in der Region mit 368‘174 Franken

Jobs for Juniors: BLKB unterstützt Berufsbildung in der Region mit 368‘174 Franken

Die BLKB - Medienmitteilungen - 2017 - BLKB unterstützt Berufsbildung

Seit zehn Jahren engagiert sich die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) mit dem Projekt Jobs for Juniors für die Berufsbildung in der Region. Dieses Jahr unterstützt die BLKB gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden mit der Charity-Maestrokarte Jobs for Juniors die Jobfactory Basel und den KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung mit je 184‘087 Franken.

Vor zehn Jahren hat die BLKB die Jobs-for-Juniors-Maestrokarte eingeführt, um die Berufsbildung in der Region zu fördern. Bei jeder Bezahlung mit der Karte schreibt die Bank einen Viertel Prozent des Zahlungsbetrages dem Spendenkonto gut. Auch Kundinnen und Kunden, welche eine Jobs-for-Juniors-Maestrokarte besitzen, beteiligen sich durch die Jahresgebühr mit 10 Franken am Spendenbeitrag.

Immer mehr Leute unterstützen das Charity-Projekt: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Personen mit einer Jobs-for-Juniors-Maestrokarte im Vergleich zum Vorjahr um 41% gewachsen. Entsprechend ist auch der Spendenbetrag gestiegen und beträgt nun 368‘174 Franken (Vorjahr: 306‘692 Franken).

Die Spende überreichte Kaspar Schweizer, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Privatkunden & Direct Banking, am Dienstag, 16. Mai 2017, im Veo E-Bike-Shop der Jobfactory in Münchenstein den Vertretern der beiden Partnerorganisationen. Er sagt: «Mit Investitionen in die Ausbildung eröffnen wir Chancen, bieten Perspektiven und ermöglichen Erfolge.»

 

Übergabe

Zwei Erfolgsgeschichten

Seit Start des Projektes vor zehn Jahren haben viele Jugendliche den Weg ins Berufsleben gefunden und dabei ihre persönliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Dazu gehören auch Alessandro Buccigrossi und Yasemin Dogan:

Alessandro Buccigrossi begann nach der Sekundarschule eine Lehre als Spengler. Nach einem Jahr brach er die Ausbildung ab, um sich neu zu orientieren. Kurz darauf erzählte ihm ein Kollege vom Berufspraktikum bei der Jobfactory.

Alessandro Buccigrossi bewarb sich und konnte einige Zeit später als Junior bei der Jobfactory einsteigen. Zehn Berufspraktikumsstellen werden jährlich durch das Jobs-for-Juniors-Projekt der Basellandschaftlichen Kantonalbank finanziert – so auch die Stelle von Alessandro Buccigrossi. Auf die Frage, was ihm das Praktikum gebracht hat, antwortet er: «Dank des Praktikums habe ich herausgefunden, welche Ausbildung ich machen wollte.» Besonders gefallen hat ihm die Vielfalt der Arbeitsbereiche: «Wo sonst erhält man Einblick in 19 verschiedene Berufsfelder?» Er entschied sich deshalb, auch die kaufmännische Lehre bei der Jobfactory zu absolvieren.

Nach Lehrabschluss hatte Alessandro Buccigrossi die Möglichkeit, als Zivildienst-Leistender in einer geschützten Werkstatt zu arbeiten. Die folgenden zwei Jahre war er dort als Technischer Fachmitarbeiter tätig, bevor er in die Wirtschaft wechselte. Vor zwei Jahren erhielt er dann ein Stellenangebot von seinem ehemaligen Arbeitgeber: Seit August 2015 ist er als Teamleiter zurück bei der Jobfactory und arbeitet aktuell in der Industriemontage. Berufsbegleitend absolviert er seit letztem Sommer die Ausbildung zum Arbeitsagogen.

Yasemin Dogan ist Kurdin und wurde in der Türkei geboren. Mit sieben Jahren kam sie mit ihrer Familie in die Schweiz. Nach der Primarschule besuchte sie zuerst die Realschule und anschliessend die kaufmännische Vorbereitungsschule. 2009 begann sie die Ausbildung als Kauffrau im KMU-Lehrbetriebsverbund.

Das erste Lehrjahr absolvierte Yasemin Dogan bei der Wirtschaftskammer Baselland im Haus der Wirtschaft in Liestal, das zweite und dritte bei der BWT Aqua in Aesch BL. Während des ersten Semesters ihrer Lehre besuchte die Auszubildende die vom KMU-Lehrbetriebsverbund organisierten Stützkurse. Ermöglicht werden die Kurse durch das Projekt Jobs for Juniors. Da ihr die Kurse so gut gefielen, besuchte sie später freiwillig die Stützkurse in Englisch weiter. Nach ihrer Lehrzeit gab Yasemin Dogan ausserdem selbst Stützkurse.

Zu ihrer Lehrzeit innerhalb des KMU-Lehrbetriebsverbundes sagt Yasemin Dogan: «Der KMU-Lehrbetriebsverbund gibt jedem eine Chance – man muss sie einfach nutzen.» Die Stützkurse seien besonders hilfreich gewesen. «Ich habe in den Kursen vor allem vom breiten Wissen der Kursleiter profitiert und mir Disziplin angeeignet.» Was nimmt sie aus ihrer Lehrzeit für die Zukunft mit? «In diesen drei Jahren habe ich gelernt, mich durchzusetzen und für etwas zu kämpfen.»

Heute arbeitet Yasemin Dogan als Assistentin Servicemanagement bei BWT Aqua. Seit 2015 besucht sie zudem berufsbegleitend die höhere Fachschule für Marketing und Kommunikation.

Starke Partner

Die Jobfactory Basel macht fit für den Lehrstellenmarkt. Sie stellt jedes Jahr über 270 arbeitslose Jugendliche als Berufspraktikanten ein und qualifiziert sie «on the job» für eine Lehre. Im Durchschnitt arbeiten die Praktikantinnen und Praktikanten fünf Monate in einem der 19 Arbeitsbereiche der Jobfactory mit und lernen so die Arbeitswelt kennen. «Die beste Vorbereitung für eine Lehre findet direkt im Arbeitsmarkt statt. Arbeitserfahrung hilft den Jugendlichen, sich selbst kennenzulernen und eine Vision für ihr Berufsleben zu entwickeln», sagt Robert Roth, Gründer und Geschäftsleiter der Jobfactory. Zusätzlich bewerben sich die jungen Erwachsenen, trainieren im schulischen Bereich und werden persönlich gecoacht. «So können auch mögliche persönliche Probleme angegangen werden, damit der Start in den Beruf gelingt», sagt Robert Roth. Durch die Unterstützung der BLKB kommen jedes Jahr über 50 Jugendliche aus dem Kanton Basel-Landschaft unbürokratisch und rasch zu einem Praktikumsplatz in der Jobfactory.

Der KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung unterstützt Unternehmen, die gerne ausbilden möchten, aber zu wenig Ressourcen haben, um selbst Lehrstellen zu schaffen. Der Verbund rekrutiert Jugendliche, stellt sie ein, übernimmt das Ausbildungsmanagement und die Personaladministration. Der einzelne Betrieb kann sich ganz auf die Wissensvermittlung konzentrieren. «Wir können auch Jugendlichen mit weniger prall gefülltem schulischem Rucksack eine Lehre ermöglichen», sagt Urs Berger, Gründer des KMU-Lehrbetriebsverbunds. Im Haus der Wirtschaft werden dreimal pro Woche Stützkurse durchgeführt. Die Lernenden können hier abends in Ruhe – und bei Bedarf mit Unterstützung – ihre Hausaufgaben erledigen und für anstehende Prüfungen lernen. «Durch diese individuelle Lernbetreuung können schulische Defizite beseitigt und nachhaltige Verbesserungen erzielt werden», sagt Urs Berger. Mit der Unterstützung der BLKB konnte das Stützkursangebot in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden.