Jahresgewinn 2018 über Vorjahr, Umsetzung der Wachstumsstrategie zahlt sich zunehmend aus

Jahresgewinn 2018 über Vorjahr, Umsetzung der Wachstumsstrategie zahlt sich zunehmend aus

Jahresgewinn 2018 über Vorjahr, Umsetzung der Wachstumsstrategie zahlt sich zunehmend aus

Liestal, 27. Februar 2019

Der Jahresgewinn der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) übertrifft 2018 mit CHF 134,5 Mio. das Vorjahresergebnis um 0,8%. Die Bank erzielte mit einem Geschäftserfolg von CHF 165,2 Mio. ein solides Ergebnis. Die gestiegenen Erträge aus dem Kommissionsgeschäft konnten den Rückgang im Zins- und Handelsgeschäft nicht kompensieren. Insgesamt wird der Geschäftsertrag weiterhin stark vom negativen Zinsumfeld belastet. Die Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft bleibt mit CHF 60 Mio. unverändert, ebenso die Dividende von CHF 35 pro Zertifikat.

«Wir sind mit der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie gut vorangekommen, haben unsere Organisation angepasst und verschiedene Innovationen eingeführt. Den veränderten Kundenerwartungen begegnen wir mit gesamtheitlichen Beratungsmodellen und neuen Finanzprodukten respektive -dienstleistungen. Das gute Resultat bestätigt unser Geschäftsmodell und unsere Strategie», kommentiert Bankratspräsident Thomas Schneider die Fortschritte der BLKB.

«Das Geschäftsvolumen erhöhte sich um CHF 1,2 Mia. Unsere Kunden haben uns mehr als eine halbe Milliarde Franken zusätzliche Gelder zur Verwaltung anvertraut. Wir sind im Kreditgeschäft risikobewusst und mit Blick auf die Margen gewachsen. Wir haben über eine halbe Milliarde neue Hypotheken finanziert und eine Viertelmilliarde zusätzliche Kreditlimiten für Firmen bereitgestellt», erklärt CEO John Häfelfinger die wichtigsten operativen Erfolge des Geschäftsjahres 2018.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen für das Jahr 2018

Der Geschäftsertrag beläuft sich auf CHF 358,5 Mio. (-2,3%). Der Rückgang ist in erster Linie auf den tieferen Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft (CHF 267,1 Mio., -2,1%) zurückzuführen. Erneut über Vorjahr entwickelte sich dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit CHF 66,4 Mio. (+2,8%), während das Handelsgeschäft mit CHF 16,8 Mio. (-10,6%) rückläufig war.

Der Geschäftsaufwand fiel mit CHF 168,3 Mio. (-4,6%) tiefer aus als im Vorjahr. Der Rückgang ist in erster Linie mit dem Wegfall der ausserordentlichen Sonderbelastung durch die Pensionskasse im Vorjahr zu erklären.  

Erfreuliche Entwicklung bei den Kosten

Positiv entwickelte sich auch die Cost-Income-Ratio trotz weiterhin hoher Investitionen in kundenrelevante Bereiche. Die Verbesserung auf 47% (im Vorjahr 48,1%) zeugt vom Kostenbewusstsein und der -disziplin innerhalb der Bank.

Weiterhin eine der sichersten Banken in der Schweiz und in Europa

Die Eigenkapitalrentabilität von 8,1% liegt weiterhin deutlich über dem Zielwert des rollierenden 10-Jahres-Swap +3%. Das Eigenkapital wurde um CHF 106 Mio. erhöht, womit der Eigenkapitaldeckungsgrad hervorragende 223,8% (Vorjahr 220,5%) erreicht. Die Kernkapitalquote (CET 1) beträgt 20,3%. Damit ist und bleibt die BLKB eine der am solidesten finanzierten Regionalbanken in der Schweiz und in Europa, was sich auch im kürzlich bestätigten AA-Rating mit Ausblick stabil von Standard & Poor’s zeigt. Auch ohne Staatsgarantie wird die BLKB unverändert stark mit A+ bewertet.

Anhaltend hohes Vertrauen der Kundinnen und Kunden

Das Vertrauen in die Kompetenz und Sicherheit der BLKB bleibt hoch, was sich im sehr hohen Netto-Neugeldzufluss von CHF 524 Mio. (Vorjahr CHF 383 Mio.) zeigt, einem der höchsten Zuflüsse der letzten Jahre. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen wuchsen leicht auf CHF 16,7 Mia. (+0,2%). Die der Bank anvertrauten Kundenvermögen betragen mittlerweile CHF 19,6 Mia., wovon CHF 3 Mia. mit Verwaltungsmandaten betreut werden. Die in bankeigenen Fonds verwalteten Vermögen stiegen signifikant auf CHF 851,2 Mio. (+36,1%) an. Damit betragen die verwalteten Kundenvermögen (Managed Assets) CHF 3,8 Mia. (Vorjahr CHF 3,7 Mia.).

Das Aktivgeschäft konnte zu 83% (-2,7 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr) mit Kundengeldern refinanziert werden.

Weiterhin risikobewusstes Wachstum bei Hypothekar- und anderen Krediten

Wie schon in der Vergangenheit strebte die BLKB auch letztes Jahr eine risikobewusste Ausweitung des Kreditvolumens an und verzichtete auf ein Wachstum auf Kosten der Marge. Die Hypothekarausleihungen konnten dennoch um 3% auf CHF 18,7 Mia. gesteigert werden.

Die Qualität des Hypothekarportfolios im privaten Wohnungsbau hat sich weiter erhöht und ist mit einem tiefen Belehnungsverhältnis von 54,8% sehr solide. Dies widerspiegelt sich auch in der weiterhin moderaten Bildung von Wertberichtigungen von CHF 2,8 Mio.

Ebenfalls erhöht hat die Bank die Kreditlimiten an Firmen. Diese belaufen sich auf CHF 5,5 Mia. (+4,9%), womit die BLKB weiterhin einen erheblichen Beitrag an die Finanzierung der Wirtschaft in der Region Nordwestschweiz leistet.  

Hohes Kostenbewusstsein auch bei Investitionen in die Zukunft

Trotz umfangreicher Investitionen in die Neuausrichtung der Niederlassungen und die weitere Digitalisierung der Bank reduzierte sich der Sachaufwand auf CHF 63,3 Mio. (-1,7%). Gleichzeitig ging auch der Personalaufwand auf CHF 105,1 Mio. (-6,3%) zurück. Der resultierende Geschäftsaufwand reduzierte sich entsprechend auf CHF 168,3 Mio. (-4,6%).

Die Vollzeitstellen nahmen gegenüber Vorjahr um 12 auf 685 zu.

Ausblick

Mit ihrer nachhaltigen Strategie eröffnet sich die BLKB zusätzliche Wachstumsoptionen. Die Bank geht davon aus, dass sie auch im laufenden Jahr weiter profitabel und risikobewusst wachsen wird. Für 2019 erwartet die BLKB ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe. Solange die schwierige Zinssituation und die Unsicherheiten aufgrund des Rahmenabkommens der Schweiz mit der EU, des Brexit und des Handelsstreits zwischen den USA und China anhalten, werden die Erträge unter Druck bleiben. Entsprechend treibt die BLKB ihre Diversifikation in zinsindifferente Geschäfte weiter voran.

«Wir investieren weiterhin in innovative Lösungen, in die Digitalisierung, unsere Filialen und in die Ausbildung unserer Mitarbeitenden, also überall dort, wo wir einen spürbaren Mehrwert für alle unsere Anspruchsgruppen schaffen können. Wachsen wollen wir insbesondere im Kommissionsgeschäft und mit gesamtheitlichen Beratungsansätzen», bestätigt CEO John Häfelfinger die Wachstumsstrategie der Bank.