Behalten, verkaufen oder verschenken?
Nicht jedes Haus ist dauerhaft für das Wohnen im Alter geeignet. Treppen, ein grosser Garten oder eine ungünstige Lage können den Alltag erschweren. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer fragen sich daher: Soll ich mein Haus behalten, verkaufen oder bereits zu Lebzeiten überschreiben?
Eine Übertragung zu Lebzeiten zum Beispiel durch eine gemischte Schenkung mit Wohnrecht oder Nutzniessung – bietet die Möglichkeit, den Nachlass aktiv zu gestalten. Gleichzeitig gilt: Solche Schritte sind oft komplex und sollten rechtlich sowie steuerlich gut abgesichert werden, insbesondere wenn mehrere Erbinnen und Erben beteiligt sind.
Immobilien im Nachlass: Konflikte vermeiden
Immobilien führen in einer Erbengemeinschaft häufig zu Spannungen. Typische Diskussionspunkte sind:
- Wer darf im Haus wohnen?
- Wie wird der Immobilienwert ermittelt?
- Wer zahlt welchen Erbanteil aus?
Mit einem Testament oder Erbvertrag lassen sich solche Konflikte frühzeitig vermeiden. Darin können klare Regelungen festgehalten werden, zum Beispiel wer die Immobilie übernehmen darf und wie die anderen Erbinnen und Erben entschädigt werden.
Wichtig: Pflichtteilsansprüche sind in der Schweiz gesetzlich geschützt und können den eigenen letzten Willen einschränken. Eine fachliche Beratung hilft dabei, persönliche Wünsche und gesetzliche Vorgaben optimal miteinander zu verbinden.
Abschied vom Eigenmietwert
Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts geht die Schweiz einen bedeutenden Schritt hin zu einem einfacheren und transparenteren Steuersystem. Für viele Eigenheimbesitzer:innen – insbesondere im Rentenalter – bringt die Reform eine spürbare Entlastung. Für junge Familien und stark verschuldete Käufer:innen sind die Auswirkungen dieser Reform primär vom Zinsniveau und dem Zustand des Eigenheims abhängig.
Besonders komplex wird die Situation für Vermieter:innen und Investor:innen: Hier entscheidet künftig das Verhältnis von Immobilienwerten zum Gesamtvermögen über die Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen. Wer seine Finanzierungs- und Anlagestrategie geschickt ausrichtet, kann die Folgen abfedern. Wer hingegen stark fremdfinanziert ist und ein ungünstiges Vermögensverhältnis aufweist, wird Mehrbelastungen tragen müssen.
Wohnen im Alter aktiv gestalten
Manchmal ist ein Wohnungswechsel im Alter die bessere Lösung: Eine kleinere, altersgerechte Wohnung oder eine betreute Wohnform erleichtert den Alltag und kann finanzielle Mittel freisetzen. Der Erlös aus einem Immobilienverkauf schafft Spielraum, sei es für Pflegekosten oder für eine höhere Lebensqualität.
Wer sein Vermögen umsichtig verwaltet, kann auch im Alter gezielt sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.
Wichtig ist, dass solche Entscheidungen nicht unter Druck, sondern mit Weitsicht getroffen werden. Wer frühzeitig plant, kann zwischen mehreren Optionen wählen – und behält die Kontrolle über die eigenen Wünsche. Wohnen im Alter ist mehr als eine Wohnfrage – es ist ein Thema mit finanziellen, familiären und steuerlichen Dimensionen. Je früher Sie sich mit Ihrer Wohnsituation und deren langfristigen Folgen befassen, desto besser lassen sich Stolpersteine vermeiden.
Gut geplant ist halb vererbt
Wohnen im Alter ist mehr als nur eine Wohnfrage. Es betrifft die gesamte Familie – finanziell, rechtlich und steuerlich. Je früher Sie Ihr Haus, Ihre Nachlassplanung und mögliche Steuerfolgen in den Blick nehmen, desto besser können Sie Stolpersteine vermeiden. Möchten Sie mehr über eine Liegenschaftsübertragung, eine sinnvolle Steuerstrategie oder einen passenden Vorsorgeauftrag erfahren? Unser Beratungsteam freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.
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