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BLKB Investment Navigator Anlagepolitik – Januar 2026

Anlagepolitik im Januar 2026

Die goldenen Zwanziger?

2025 kann durchaus als ein goldenes Jahr bezeichnet werden. Gold konnte mit einem Zuwachs von etwa 65 % glänzen, der kleine Bruder Silber sogar mit fast 150% Preissteigerung. Sind die goldenen Zwanziger also zurück?

 

Blättert man im Kalender 100 Jahre zurück und damit mitten in die goldenen Zwanziger, zeigt sich, dass Gold damals nicht eine solch erfreuliche Rendite abwarf. Der Goldpreis lag das ganze Jahr 1925 bei etwa 20 USD pro Feinunze. Der damals noch als Schatzmeister dienende Winston Churchill führte in diesem Jahr für Grossbritannien wieder den Goldstandard ein, was in den Folgejahren katastrophale Auswirkungen auf die Wirtschaft der Insel hatte, so dass dieser 1931 wieder aufgegeben werden musste.

Am 10. April 1925 wurde dann der literarische Inbegriff der goldenen Zwanziger publiziert: The Great Gatsby. Fast auf den Tag genau 100 Jahre später erklärte der frisch eingesetzte US-Präsident im Rosengarten des Weissen Hauses, welche Einfuhrzölle er sich für die unter-schiedlichen Handelspartner ausgedacht hatte. Damit schickte er die Börsen auf Talfahrt und verschreckte Regierungen und Unternehmen weltweit. Doch aufgrund der agilen und nicht zuletzt durch die Pandemie krisenerprobten Unternehmen sowie der fehlenden Gegenmassnahmen der betroffenen Länder eskalierte der Zollkrieg nicht, sondern wurde mit vielen einzelnen Deals und goldenen Handschlägen wieder herunter temperiert. So konnten Risikoanlagen allgemein und insbesondere Aktien neue Höchststände erreichen.

Damit befinden wir uns in einem Szenario, in dem das Wirtschaftswachstum deutlich besser ausfällt als nach den Zollankündigungen befürchtet, die Inflationsraten weltweit durch das konsequente Agieren der Notenbanken tendenziell sinken und diese sogar wieder Luft haben, auch das Zinsniveau sinken zu lassen. Kombiniert mit geopolitischen Risiken, die zwar nicht gelöst sind, aber auch nicht eskalieren und an die sich der Finanzmarkt bereits gewöhnt hat, nähern wir uns einem sogenannten Goldilocks-Szenario.

Viel Gold also. Doch aufgepasst, im kommenden Jahr wird selektives Anlegen ein zentraler Faktor für den Anlageerfolg. Denn es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Das Wichtigste im Überblick:

  • 2025 war ein gutes Anlagejahr
  • Investorinnen und Investoren mussten hohe Schwankungen in Kauf nehmen, um die Anlageziele zu erreichen
  • Das wirtschaftliche Umfeld verbessert sich
  • Geopolitische Risiken begleiten uns weiterhin
  • Auch in 2026 sollten positive Anlageergebnisse erreicht werden können

Unsere Einschätzungen im Überblick

Wirtschaft

Die Weltwirtschaft steht heute an einem anderen Punkt, als wir zu Beginn des Jahres 2025 gedacht hatten. Zölle sind Teil des internationalen Wirtschaftens geworden.

Während die Finanzmärkte im April auf die Ankündigung der Zölle stark negativ reagierten, werden sie heute nervös, wenn es um die Abschaffung dieser Zölle geht. Sie werden dringend benötigt, um das System USA in der heutigen Form zu finanzieren. Auch wenn es anders kam als gedacht, sehen wir heute weltweite Wachstumsraten, die mit etwa 3 % dennoch solide erscheinen. Die Inflationsraten sind von den Höchstständen im Jahr 2022 wie-der deutlich abgekühlt und die Notenbanken sind auf dem Pfad der Zinssenkungen. Gute Rahmenbedingungen also für die Wirtschaft.

 

USA

Wenn die US-Regierung erst einmal wochenlang heruntergefahren war, braucht sie anschliessend Zeit, die Zwangspause nachzuarbeiten. Die sowohl für die Notenbank als auch für den Finanzmarkt wichtigen Zahlen vom Arbeitsmarkt konnten erst mit grosser Verzögerung nach-gereicht werden. Bislang zeigt sich, dass sich die ersten Risse im Arbeitsmarkt nicht vergrössert haben. Zudem hat die Fed mit zwei Zinssenkungen bereits entgegengesteuert und wird das auch weiterhin tun. Mit dem tieferen Zinsniveau ist sie weniger restriktiv und geht mit der seit Dezember in Kraft getretenen zusätzlichen Liquiditätsversorgung von USD 40 Mrd. monatlich sogar in Richtung Geldmengenausweitung. Das sind gute Rahmenbedingungen für die US-Wirtschaft, die auch 2026 mit etwa 2 % wachsen wird. Den damit einhergehenden Inflationsdruck im Auge zu behalten – hier sehen wir Raten von mehr als 3 % im nächsten Jahr –, bleibt die grösste Herausforderung der US-Notenbank.

 

Europa

Für die Eurozone wird 2026 ein Wirtschaftswachstum von etwa 1 % geschätzt. Wir gehen davon aus, dass dieser Wert übertroffen werden kann, da die Investitionsbereitschaft in Infrastruktur und Verteidigung hoch ist und der akute Bedarf, die gesprochenen Gelder auch sinnvoll einzusetzen, von der Bevölkerung getragen wird. Der politische Druck, entsprechend unbürokratisch zu handeln, steigt. Mit einem Leitzins von 2%, den wir auf dem aktuellen Niveau als eine faire Basis sehen, ist die EZB in der komfortablen Situation, die Preissteigerungen im Griff zu haben und gleichzeitig ein für Unternehmensinvestitionen attraktives Zinsniveau bereitzustellen. In Spanien, Italien und Frankreich zeigen besonders Unternehmen im Dienstleistungssektor eine erstaunlich positive Entwicklung über das letzte Jahr. Im verarbeitenden Gewerbe zeigt sich, dass vor allem Deutschland mit seiner Automobilindustrie noch viel Strukturanpassungen vor sich hat, was Risiken birgt.

 

Wachstumsraten im historischen Kontext

Quelle: Bloomberg, Macrobond, Stand: 31.12.2025

 

Japan

So entspannt wie die EZB kann die Bank of Japan aktuell nicht sein. Einerseits sind die prognostizierten Wachstums-raten für die Wirtschaft für die nächsten Jahre bei unter 1 %, was die von der neuen wirtschaftsfreundlichen Regierung angestossenen Fördermassnahmen rechtfertigt. Ein tiefes Zinsniveau würde hier stützend wirken. Jedoch lassen die im historischen Vergleich hohen Teuerungsraten von über 3 % für 2025 und etwa 2 % für die kommenden Jahre kaum eine andere Wahl, als die Zinsen zu erhöhen. Dies sollte dann die schwache Währung ebenfalls wieder stärken. Die BoJ steckt also in einem Dilemma.

Aktien

2025 geht als weiteres starkes Aktienjahr in die Geschichtsschreibung ein. Allerdings mussten Anleger im Vergleich zu anderen Jahren eine ausgesprochen hohe Disziplin an den Tag legen. So war das Jahr geprägt von Höhen und Tiefen, Beunruhigung und Zuversicht. Am Ende überwogen aber die positiven Entwicklungen, sei es geopolitisch, makroökonomisch oder auch unternehmensspezifisch. Regional, aber auch innerhalb der Sektoren waren grosse Divergenzen zu beobachten, was attraktive Möglichkeiten für eine aktive Asset Allocation mit sich brachte. Die Ausgangslage für 2026 erscheint uns erneut konstruktiv mit einem soliden wirtschaftlichen Fundament und der Aussicht auf weiter steigende Unternehmensgewinne. Dabei dürfen die bestehenden Risiken aber keinesfalls ausser Acht gelassen werden.

 

Der Weltaktienmarkt setzte ab Mitte Dezember zu einem Jahresendspurt an, der dem Index ein solides Monatsplus von 0,8 % bescherte. Wir hatten seit Anfang November darauf hingewiesen, dass wir gute Chancen für eine Jahresendrally sehen, und Mitte Dezember unsere Aktienposition auf ein leichtes Übergewicht ausgebaut. Der Schweizer Aktienmarkt (Swiss Performance Index) bspw. legte seit Ende Oktober mehr als 7 % zu und erhöhte das Plus seit Jahresbeginn damit auf beinahe 18 %. Beim Weltaktienindex steht zum Jahresende ein Plus von 22 % zu Buche, wobei negative Währungseffekte das Plus aus Sicht eines Schweizer Anlegers auf rund 7 % reduzieren.

 

Währungsrisiken im Blick behalten

2025 wurde uns einmal mehr eindrücklich vor Augen geführt, dass bei Investitionen in Märkte ausserhalb der Schweiz die Währungsrisiken mit einbezogen werden müssen. So legte der MSCI Nordamerika im vergangenen Jahr knapp 19 % zu, während die Abwertung der US-Valuta das Kursplus für hiesige Investoren auf rund 4 % zusammenschrumpfen liess. Ähnliches gilt für Investitionen in Japan, oder den Emerging Markets, die in Lokalwährungen starke Ergebnisse erzielten, die durch die Währungsverluste aber geschmälert wurden. Glimpflich verlief diese Entwicklung 2025 bei europäischen Aktien. Die Gemeinschaftswährung wertete zum CHF nur leicht ab, weshalb sich mit europäischen Aktien ein starkes Plus von rund 20 % erwirtschaften liess.

 

Value hatte insbesondere in Europa die Nase vorn

Zu der starken europäischen Rally beigetragen haben insbesondere zuvor vernachlässigte Marktbereiche, namentlich Banken, Rüstung und Energie. Diese profitierten von der unsicheren geopolitischen Lage und lassen sich alle dem Value-Stil zuordnen, bei dem das Hauptaugen-merk auf günstigen Bewertungen und nicht auf längerfristigem Wachstumspotenzial liegt. Der MSCI Europe Value legte 2025 rund 33 % zu. Weniger gesucht waren der-weil Unternehmen aus den Bereichen Quality oder Growth, die im vergangenen Jahr zwar ebenfalls zulegten, mit rund 9–10 % aber hinter dem enormen Plus von Value-Aktien zurückblieben. Nichtsdestotrotz waren künstliche Intelligenz und die damit in Verbindung stehenden Investitionsmöglichkeiten auch 2025 ein zentrales Thema, das vor allem in Nordamerika massgeblich den Ton angab. Eine Blasenbildung scheint im Gange, wir gehen aber aktuell nicht davon aus, dass das Platzen dieser Blase kurz bevorsteht – die Situation muss eng verfolgt werden.

 

Der fundamentale Rückhalt ist gegeben

Ein solch starkes Aktienjahr bringt auch immer die Frage mit sich, ob die Entwicklungen fundamental zu rechtfertigen sind. Zur Beantwortung dieser Frage lohnt sich ein Blick auf die Unternehmensgewinne, denn sie sind der nachhaltigste Treiber steigender Aktienkurse. Der aktuelle Konsens legt nahe, dass die Unternehmen des MSCI World ihre Gewinne 2025 um 10 % steigern konnten, was einer Beschleunigung zum Vorjahr entspricht, in dem das Gewinnwachstum rund 7 % betragen hatte. Richten wir nun den Blick nach vorne, so zeigt sich der Markt auch für 2026 zuversichtlich. Im Schnitt rechnen die Analysten mit einem Gewinnwachstum von 12,5 %, also einer nochmals etwas stärkeren Wachstumsrate. Dies deckt sich mit unserer Einschätzung des makroökonomischen Umfelds, die sich in den letzten Monaten laufend verbessert hat. Hinzu kommt die Erwartung von weiteren geldpolitischen Lockerungen, insbesondere in den USA, die Investitionen in Realwerte wie Aktien, Immobilien etc. gegenüber Nominalwerten wie Obligationen zusätzlich attraktiv erscheinen lassen.

 

Aktien starten mit guter Ausgangslage ins 2026

Angesichts des soliden Konjunkturumfelds, der sprudelnden Unternehmensgewinne und der sehr tiefen und weiter fallenden Zinsen halten wir die Ausgangslage für risikobehaftete Anlagen wie Aktien für gut. Nicht ausser Acht lassen sollte man Risiken wie Geopolitik und Inflation, die Abwägung fällt aktuell aber leicht positiv zugunsten der Aktien aus, weshalb wir unsere Positionen Mitte Dezember auf ein leichtes Übergewicht ausgebaut haben. Nach wie vor halten wir Ausschau nach Opportunitäten, insbesondere in volatileren Marktphasen.

Zinsen & Obligationen

Inflationssorgen sind weiter auf dem Rückzug. Trotzdem steigen die Renditen in Europa und den USA an, was unter diesen Umständen eher ungewöhnlich ist. Entsprechend blicken wir auf einen schwachen Monat für Anleiheninvestoren zurück. Die regionalen Unterschiede sind jedoch bemerkenswert. Auffällig deutlich litten in Schweizer Franken denominierte länger laufende Anleihen aufgrund der höheren Zinssensitivität und einer steiler werdenden Zinskurve.

 

Bereits in der Novemberausgabe des Investment Navigator thematisierten wir die in Europa und den USA mehrheitlich gut verankerten und teilweise rückläufigen Inflationswartungen. Diese Tendenz hat sich in den vergangenen Wochen in den USA und der Schweiz sogar noch akzentuiert. So fiel die Schweizer Inflation im November auf 0,00 % und notiert somit den dritten Monat in Folge unter den Erwartungen von Analysten und Ökonomen. Auch die Schweizerische Nationalbank sah in ihren Prognosen vom September etwas höhere Inflationsraten bis Jahresende und hat in ihrer Lagebeurteilung Mitte Dezember die Inflationsprognosen für die kommenden Monate nach unten korrigiert. Sinkt die Inflation als wichtige Komponente des Nominalzinses, führt dies oftmals zu Abwärtsdruck auf die Renditen der Anleihen. In den vergangenen Wochen war dies jedoch nicht der Fall; die Verfallsrenditen auf Schweizer-Franken-Anleihen zogen sogar an.

Die Gründe dafür sind vielfältig, ein wichtiger Treiber dürften aber aufgehellte Konjunkturaussichten aufgrund tieferer US-Zölle und eine etwas bessere Datenlage der Weltwirtschaft gewesen sein. Gleichzeitig deutet die Haltung der Schweizer Währungshüter nach wie vor darauf hin, dass negative Leitzinsen vermieden werden sollten und bei Bedarf einem zu starken Schweizer Franken mittels Devisenkäufen entgegengewirkt werden kann.

 

Beibehaltung des Obligationenuntergewichts

Trotz aktuell verhältnismässig stabiler Inflationszahlen könnten im Ausland globale Zölle und das Risiko einer zu expansiven US-Notenbank im kommenden Jahr das Risiko bergen, zumindest zeitweise die Inflationserwartungen wieder zu befeuern. Dadurch steigende US-Renditen könnten auch Euro- und in geringerem Ausmass CHF-Renditen mitziehen. Entsprechend halten wir am aktuellen Obligationenuntergewicht und einer reduzierten Zinssensitivität in den Portfolios fest.

 

Bedingte Inflationsprognose der SNB

Quelle: Macrobond, BFS, SNB, BLKB, Stand: 11.12.2025

Währungen

Im Jahr 2025 prägten handelspolitische Unsicherheiten das Stimmungsbild an den internationalen Währungsmärkten. In solchen Marktphasen tendiert der Schweizer Franken durch sein politisch stabiles Umfeld zur Stärke. Auch im neuen Jahr dürfte der CHF als sicherer Hafen gefragt sein.

 

Der Schweizer Franken gilt als sicherer Hafen und ist in einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld stark gefragt. Ein zentraler Belastungsfaktor für den Welthandel waren die im April 2025 eingeführten US-Handelszölle, die trotz späterer Abschwächung zu einer deutlichen USD-Abwertung führten. Auch andere Währungen standen unter Druck: Budgetdebatten belasteten zeitweise den Euro, während die erhöhte Inflation und geldpolitische Unsicherheiten den Yen schwächten. Diese Faktoren dürften die Märkte auch im kommenden Jahr beschäftigen.

 

EUR – Seitwärtsgang auf tiefem Niveau setzt sich fort

Der EUR setzte seinen Seitwärtslauf auf tiefem Niveau gegenüber dem CHF fort. Kurzfristig wird sich daran nichts ändern, zumal seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Zinsänderungen erwartet werden. Aus-gehend vom aktuell tiefen Niveau hat die Gemeinschaftswährung mittelfristig leichtes Aufwertungspotenzial. Die Konjunkturaufhellung durch die geplanten Investitionspakete in Europa dürfte hier den entsprechenden Im-puls liefern.

 

USD – Fed im Fokus

Mitte Dezember senkte die US-Notenbank ihren Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte. Auch für 2026 preist der Markt aktuell zwei Zinssenkungen ein, zu schnelle oder umfangreiche Zinssenkungen bergen jedoch das Risiko einer erstarkenden Inflation. Momentan ist noch offen, wer im Frühling 2026 den aktuell noch amtierenden Fed-Chef Jerome Powell ablösen wird. Der sinkende Zinsvorteil des USD sowie die Unsicherheit zum neuen Fed-Präsidium belasten den Greenback kurz- und mittelfristig.

 

JPY – BoJ dreht an der Zinsschraube

Die Bank of Japan (BoJ) erhöhte im Dezember ihren Leit-zins auf 0,75 % – den höchsten Stand seit den 1990er-Jahren. Der Yen wertete als Reaktion ab. Zwar stellte die BoJ weitere Zinserhöhungen in Aussicht, die Normalisierung der Geldpolitik dürfte sich aber unter der fiskal expansiven Takaichi-Regierung als schwierig erweisen, wes-halb die steigenden Inflationserwartungen den JPY belasteten. In der mittleren Frist sollten die Massnahmen der BoJ jedoch greifen, was den JPY stützen dürfte.

Immobilien

Das Jahr 2025 war ein positives Jahr für kotierte Immobilienanlagen. Gestützt durch den Nachfrageüberhang im Wohnsektor und sinkende Zinsen konnte der SWIIT Index neue Höchststände erreichen. Mit dem Indexstand sind auch die Bewertungen gestiegen – wir bleiben bei unserem neutralen Gewicht in Immobilien.

 

Als zinssensitive Anlageklasse konnten Immobilien von den 2025 fortgeführten Zinssenkungen seitens der Schweizerischen Nationalbank (SNB) profitieren und an Wert zulegen. Die positive Entwicklung wurde durch die noch immer anhaltende Wohnungsknappheit und die damit steigenden Wohnungsmieten gestützt. Nach zwei Jahren mit überdurchschnittlichem Mietpreiswachstum dürfte die Wachstumsdynamik bei den Neumieten 2026 mit der rückläufigen Nettozuwanderung abnehmen. Der Referenzzinssatz für Bestandsmieten blieb im Dezember 2025 bei 1,25 %. Angesichts eines SNB-Leitzinses von 0,00 % sollte der Referenzzinssatz unverändert tief bleiben. Trotz der abnehmenden Dynamik bei den Mieteinnahmen und den hohen Bewertungen können Immobilien durch ihre attraktiven Ausschüttungsrenditen überzeugen, weshalb wir in unseren Portfolios neutral in Immobilien investiert bleiben.

 

Der Referenzzinssatz verharrt auf seinem Allzeittief

Quelle: Bloomberg, Macrobond, BLKB, Stand: 01.12.2025

Alternative Anlagen

2025 war für traditionelle Märkte ein Jahr der starken Schlagzeilen und der noch stärkeren Gegensätze. Aktien kletterten vielerorts weiter nach oben und markierten zum Jahresende neue Rekorde, während gleichzeitig die Debatte um Zinsen, Inflation und Geopolitik nie wirklich zur Ruhe kam. Genau diese Mischung aus Rückenwind und Restunsicherheit ist der Punkt, an dem alternative Anlagen in den Fokus rücken. Denn selbst wenn ein traditionelles Portfolio im Jahresverlauf insgesamt solide Ergebnisse lieferte, blieben typische Schwachstellen sichtbar, etwa die hohe Marktkonzentration in wenigen grossen Titeln oder das Risiko, dass Aktien und Anleihen in bestimmten Regimen doch wieder stärker korrelieren, so wie dies zuletzt 2022 der Fall war.

Attraktive Eigenschaften im Portfoliokontext

Alternative Anlagen unterscheiden sich grundlegend von einem traditionellen Portfolio, das im Kern von zwei grossen Renditetreibern lebt. Aktien liefern Wachstumsrisiko, Anleihen liefern Zins- und Kreditrisiko. Alternative Anlagen setzen dagegen auf Renditequellen, die an andere Mechanismen gekoppelt sind als Konjunktur und Zentralbankpfad:

  • Mikrofinanz ist dabei ein typisches Beispiel für «idiosynkratische» Ertragsquellen. Die Erträge hängen stärker von der Rückzahlungsdisziplin, regionalen Kreditzyklen und der Struktur der Mikrofinanzinstitutionen ab als von globalen Aktienindizes.
  • Cat Bonds gehen noch einen Schritt weiter, weil der zentrale Risikotreiber nicht der Finanzmarkt ist, sondern das Eintreten genau definierter Naturereignisse.
  • Gold übernimmt die Rolle des makrogetriebenen, liquiden Schutzbausteins. 2025 hat gezeigt, wie schnell Gold als sicherer Hafen und Inflationsschutz gefragt sein kann.
  • Arbitrage Strategien runden das Bild ab, weil sie oft auf relative Bewertungen, Spreads und Marktineffizienzen zielen. Bei einer erfolgreichen Umsetzung kann das eine stabilisierende, marktneutralere Ertragsquelle sein.

Um ein möglichst konservatives und resilientes Portfolio zu bekommen, lohnt es sich, die verschiedenen Renditequellen zu kombinieren.

2025 war ein guter Jahrgang für alternative Anlagen

Wenn man 2025 als Fallstudie nimmt, wird der Vergleich zwischen traditionellen und alternativen Anlagen greifbar. Während traditionelle Märkte stark von Zinsnarrativen und Zolldiskussionen geprägt waren, hatten Cat Bonds, Mikrofinanz, Arbitrage-Strategien und Gold ihre eigenen, weitgehend separaten Treiber. Dies zeigte sich in einer konstant stabilen Rendite, auch während der Phase starker Marktverwerfungen im April 2025.

Interessante strategische Beimischung im Portfolio

Der Kernnutzen alternativer Anlagen liegt daher in folgenden drei Punkten: Diversifikation über echte Risikotreiber, Zugang zu Renditequellen ausserhalb öffentlicher Märkte und Portfolio-Resilienz in Regimen, in denen Aktien und Obligationen keine Diversifikation bieten. Wer Alternativen einsetzt, sollte sie als Teil einer strategischen Beimischung verstehen und nicht als kompletten Ersatz für Aktien oder Obligationen. Dabei sind die Komplexität und die eingeschränkte Liquidität zwei wichtige Faktoren, die bei einer Investition vorgängig beachtet werden müssen.

Anlagepolitik der BLKB im Überblick

Für detaillierte Informationen zur Logik unserer Einschätzungen konsultieren Sie bitte die Erklärungen am Ende dieser Seite.

Unsere Autoren

Björn Weigelt, CAIA

Chief Investment Officer a.i.
+41 61 925 99 48

Cyrill Marugg, CIIA, CAIA

Leiter Investment Research
+41 61 925 94 38

Jan von Burg

Portfoliomanager
+41 61 925 94 41

Sascha Gut, CFA

Leiter Portfoliomanagement iQ
+41 61 925 94 87

Timo Strub

Portfoliomanager iQ
+41 61 925 83 45

Erklärungen zur Logik der Einschätzungen

Die Einschätzungen zu den Assetklassen und Sektoren sind wie folgt zu lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der BLKB-Ausschlusskriterien befindet sich der Energiesektor nicht in der Allokation.

Die Beurteilung des Sustainable Asset Management der BLKB basiert jeweils auf der Einschätzung der relativen Attraktivität der jeweiligen Assetklasse, Sub-Assetklasse oder Sektors und wird typischerweise im Rahmen eines monatlichen Zyklus überprüft. Die Überprüfung kann aber auch in höherer Frequenz durchgeführt werden, sollte dies opportun erscheinen.

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