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BLKB Investment Navigator Anlagepolitik – März 2026

Anlagepolitik im April 2026

Weniger Sicht

Trotz Frühling und wieder deutlich mehr Sonnenstunden pro Tag, wähnt man sich mit Blick auf die Geopolitik und auf die davon beeinflussten Finanzmärkte eher inmitten einer zähen Nebelsuppe. Die Sicht auf die mittel- und langfristig wichtigen Faktoren wie Wirtschaftswachstum und Inflation ist getrübt durch den Fokus auf die eine Region in der Welt: den mittleren Osten.

 

Die Entwicklungen im Iran-Krieg überlagern dabei, welche Entwicklungen darüber hinaus von Bedeutung sind. Nun kann angeführt werden, dass die Aufmerksamkeit zurecht ganz auf die Folgen dieses Konflikts liegt, denn wenn die Weltwirtschaft nicht ausreichend mit Energie versorgt werden kann, hat das negative Auswirkungen auf das Wachstum und treibt die Inflationsraten nach oben. Aus diesem Grund wurde in den letzten Wochen sehr gerne das Stagflations-Szenario als wahrscheinlich herangezogen.

Die Konsensschätzungen der Ökonomen zeigen zwar diese Tendenz – Wachstum runter, Inflation rauf – jedoch in einem sehr übersichtlichen Ausmass. In keiner Weise wird mit nachhaltigen und deutlichen Einbussen in der Wirtschaft oder gar von einer Rezession ausgegangen. Auch scheint das Potential für eine stark steigende Inflation begrenzt, da ausser den Energiepreisen weitere Arbeitsfaktoren keine Knappheit anzeigen.

So nahm die SNB in ihrer aktuellen Lagebeurteilung die Inflationserwartung nur kurzfristig auf 0.5% nach oben und sieht das Wachstum in der Schweiz weiter bei etwa 1% für 2026. Die Rolle der Zentralbanken in dieser anspruchsvollen geopolitischen Lage ist dabei besonders zu beachten. Der Grossteil der einflussreichsten Zentralbanken der Welt gaben Ihren Blick auf die Folgen des Irankriegs frei. Sie agieren in diesem Umfeld sehr besonnen und vertrauenswürdig, ohne die Risiken zu negieren.

Wenn die Sicht schlechter wird, verfallen sie nicht in Hektik, sondern verlassen sich auf die strategische Ausrichtung der Geldpolitik und geben Orientierung. Wenn sich dann der Nebel wieder verzieht, kann 2026 durchaus ein sonniges Jahr werden.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die Auswirkungen des Iran-Kriegs überlagern die Aussichten auf Wirtschaft und Inflation
  • Unser Basisszenario geht von einer vorübergehenden Störung des Energiemarktes aus und damit von überschaubaren Spuren in Wachstumsraten und Inflationsdaten
  • Die Weltwirtschaft zeigt sich weiter robust
  • Auch in 2026 sollten positive Anlageergebnisse erreicht werden können

Unsere Einschätzungen im Überblick

Wirtschaft

Der Krieg im Iran setzt hinter die für 2026 gestellten Prognosen und Schätzungen von Wirtschaftswachstum, Inflation und nicht zuletzt der Geldpolitik ein Fragezeichen. Können die sehr soliden Wachstumsraten erreicht werden, sehen wir ein Aufflammen der Inflation und ziehen die Notenbanken nun die Zügel an? Orientiert man sich an den Wachstumsschätzungen für dieses Jahr, sieht man auf globaler Ebene mit etwas über 3% bisher kaum Veränderungen. Auch die Inflationsschätzungen haben sich für das laufende Kalenderjahr seit Kriegsausbruch nicht wesentlich verändert. Von einer Stagflation, die in den vergangenen Wochen häufiger heraufbeschworen wurde, sind wir den Prognosen zufolge also weit entfernt. Was die Rahmenbedingungen dennoch verändern könnte, sind zurückhaltende Reaktionen der Notenbanken. In diesem unsicheren Umfeld bezüglich Inflation werden sie kaum grosszügig die Geldmenge ausweiten bzw. Zinsen zügig senken.

USA

Die stark steigenden Energiepreise und der Unmut der Bürger darüber, der regelmässig von den Medien an Tankstellen eingefangen wird, treffen auf eine recht stabile Wirtschaftsverfassung. Die Wachstumsschätzungen für 2026 haben sich seit Mitte Januar auf etwa 2.4 % eingependelt und zeigen aktuell keine wesentlichen Veränderungen. Auch die Inflationsschätzungen bleiben noch stabil. Die von der Fed of Atlanta veröffentlichte GDP Now Schätzung, die einen möglichst zeitnahen Blick auf die Wirtschaftstätigkeit freigeben soll, zeigt jedoch eine Eintrübung für das 1. Quartal von 3% auf 2%. Hier ist anzumerken, dass dieser Indikator generell volatil ist. Die Notenbank Fed zeigt in diesem Umfeld Stärke, indem sie nicht überhastet reagiert. Die bislang vom Markt erwarteten drei Leitzinssenkungen in diesem Jahr werden aufgrund des inflationären Drucks durch die Energiepreise nicht mehr für realistisch gehalten – der Markt geht nur noch von einer Senkung aus.

Europa

Die Europäische Wirtschaft ist energieintensiver als andere Industrieregionen. Die EZB veränderte ihre Wachstumsschätzung für 2026 in der aktuellen Situation von 1.2 % auf 0.9 % und nahm die Inflationsschätzungen für dieses Jahr deutlich um 0.7 % auf 2.6 % herauf. Sie sah jedoch keinen Anlass, die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau von 2% anzupassen. Die Schätzungen der Ökonomen sehen zwar ebenfalls einen Effekt auf Wachstum und Inflation, doch sollte dieser deutlich geringer ausfallen. Die Wachstumsschätzungen wurden von 1.2 % auf 1.1 % leicht angepasst und Inflationsschätzungen um 0.3% nach oben genommen. Dennoch kann auch hier nicht von einer Stagflation gesprochen werden.

(Echtzeit)-Wirtschaftswachstum USA 2026 in %

Quelle: Macrobond, Bloomberg, Stand: 31.03.2026

Schweiz

Die Effekte des Nahost-Krieges für die Schweiz sind indirekter Natur. Die vollständige Abhängigkeit von Ölimporten erhöht die Inflation bei steigenden Preisen zwar, jedoch hilft der in Krisenzeiten gesuchte Schweizer Franken mit seiner relativen Stärke, importierte Inflation klein zu halten. Die Wirtschaft ist angewiesen darauf, dass die Weltwirtschaft und insbesondere die Europäische Wirtschaft in guter Verfassung ist. Wie oben erwähnt, ist Europa von den Folgen des Energiepreisanstiegs stärker betroffen als z.B. die USA. Dies lastet auch – etwas abgemildert – auch auf der Schweiz. Die SNB zeigte in ihrer aktuellen Lageeinschätzung eine nur leicht erhöhte Inflationsprognose bei einem fast unveränderten Wirtschaftswachstum von 1 %.

Aktien

Getragen von konstruktiven Aussichten für Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinnentwicklung verzeichneten Aktien einen soliden Start ins 2026. Die gute Stimmung riss allerdings abrupt ab, als die USA gemeinsam mit Israel einen Angriff auf das iranische Regime starteten. Die Hauptsorge der Anleger gilt der Strasse von Hormus, deren de facto Sperrung die weltweite Energieversorgungslage bedroht. Im schlimmsten Fall droht eine globale Rezession, wobei dies unserer Einschätzung nach ein eher unwahrscheinliches Szenario ist. Viel eher gehen wir davon aus, dass in den kommenden Wochen eine – wie auch immer geartete – Einigung zwischen den Konfliktparteien gefunden wird. Da die volkswirtschaftlichen Schäden in diesem Szenario gering ausfallen dürften, bleiben wir unserer positiven Einschätzung von Aktien mit Blick auf das Gesamtjahr 2026 treu und behalten uns vor, unsere Positionen opportunistisch auszubauen. Kurzfristig sind Rücksetzer im Falle neuer Eskalationsstufen nicht auszuschliessen.

 

Der Weltaktienmarkt verzeichnete im März einen Kursrückgang von mehr als 5%, ausgelöst durch den Iran-Krieg. Konkret liess die Blockade der Strasse von Hormus die Öl-Preise deutlich ansteigen, was – unter der Annahme, dass die Situation nicht innerhalb einiger Wochen aufgelöst wird - wiederum negative Effekte auf die Wirtschaftsentwicklung (tiefer) und Inflation (höher) haben könnte. Seit Jahresbeginn weist der globale Aktienmarkt damit ein moderates Minus von 2.4% auf. Regional geht die Schere derweil weiter auf. Die Entwicklungsländer haben mit +13.7% (Lateinamerika) und +8.9% noch immer klar die Nase vorn. Aber auch Japan schlägt sich mit einer Gesamtrendite von 6.8% gut. Europäischen Aktien gelang bisher zumindest noch eine Schwarze Null, in der Schweiz musste ein Kursrückgang von rund 3% hingenommen werden. Das Schlusslicht bilden nordamerikanische Aktien mit -3.4%. Allerdings hat sich der Rückstand zum Rest der Gruppe in den jüngsten Verwerfungen sichtbar reduziert.

 

US-Aktien behaupten ihren «Safe Haven»-Status

Noch vor Monatsfrist handelten viele Investoren gemäss dem Credo «Sell America» - gemeint ist die Tendenz, aus dem eher hoch bewerteten nordamerikanischen Aktienmarkt in andere Weltregionen umzuschichten. Mit dem Kriegsausbruch änderte sich die Stimmung klar. Während insbesondere asiatische Märkte und Europa stark unter Druck gerieten, behaupteten US-Valoren ihren Status als sicherer Hafen. Ein Grund dafür dürfte der US-Dollar sein, der seit Ende Februar deutlich aufwertete. Hinzu kommt, dass die USA als Nettoexporteur von Energie zumindest kurzfristig weniger unter einem Öl-Preisschock leiden sollten als bspw. Japan oder Europa, die auf Energieimporte angewiesen sind. Kontraintuitiv erscheint auch die Entwicklung des Schweizer Aktienmarktes in dieser Periode. Der SPI verlor beinahe 8% und gehörte damit zu den schwächsten Regionen. Belastet wurde der Index insbesondere von den beiden Schwergewichten Roche (-8.7%) und Nestlé (-7.2%) sowie Richemont (-13.6%), aber auch Novartis büssten beinahe 4% ein. Wir hatten unsere Position in Schweizer Aktien noch vor Kriegsausbruch auf ein neutrales Niveau reduziert und im vergangenen Jahr aufgelaufene Gewinne ins Trockene gebracht.

 

Sichtbare Stimmungseintrübung aber keine Panik

Marktphasen wie diese stellen die Nerven der Marktteilnehmenden auf die Probe. Das lässt sich unter anderem am Volatilitätsindex (VIX) ablesen, der von rund 15 Zählern im Januar 2026 auf zwischenzeitlich beinahe 30 angestiegen ist. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Nervosität unter Investoren zugenommen hat, liefert die wöchentlich durchgeführte Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII). So äusserten sich per 18. März 52% der Befragten negativ zu den Aussichten des Aktienmarktes in den kommenden sechs Monaten, während knapp 30% der Befragten einen positiven Ausblick offenbarten. Ein deutlicher Stimmungseinbruch markierte in der Vergangenheit oftmals den Tiefpunkt einer Korrektur, weshalb wir diesen Indikator aktuell besonders eng verfolgen.

 

Wir bleiben unserem Aktien-Übergewicht treu

Ein bewährtes Mittel im Umgang mit erhöhter Unsicherheit sind Szenarioanalysen. Unseren wahrscheinlichkeitsgewichteten Szenarien zufolge dürfte die Weltwirtschaft keinen nachhaltigen Schaden nehmen, was wiederum bedeutet, dass auch das Gewinnwachstumspotenzial der Unternehmen fortbesteht. In Kombination mit den durch die Kurskorrektur reduzierten Bewertungen ergibt sich für 2026 eine konstruktive Ausgangslage für Aktien. Nochmals leicht tiefere Kurse könnten interessante Einstiegsgelegenheiten darstellen. Im Extremszenario einer globalen Rezession, ausgelöst durch eine Eskalationsspirale im Nahen Osten, drohten hingegen deutliche Kursrückschläge.

Zinsen & Obligationen

Der Iran-Krieg stellt die Notenbanken vor neue Herausforderungen. Der Druck auf die Währungshüter wächst, nicht nochmals die gleichen Fehler wie zu Beginn der 2020er zu machen, sondern Inflationsrisiken frühzeitig zu bekämpfen.

 

Damals führten Lockdown-bedingte Lieferengpässe zur Coronazeit sowie der kurz darauf beginnende Ukrainekrieg zu einer Angebotsknappheit von Gütern und Energie, welche sich in steigenden Inflationsraten niederschlug. (Meiner Ansicht nach müsste man hier noch die massive post-Covid-Liquiditätsflut anmerken – diese war imho der zentrale Inflationstreiber, nicht die Lieferengpässe und Co.) Wichtige Notenbanken wie die US-Fed und die europäische Zentralbank erachteten damals die höheren Preise als vorübergehend und reagierten erst spät mit Anhebungen der Leitzinsen. Zweitrundeneffekte wie höhere Löhne waren die Folge und die Inflation zog stärker an, als erwartet und blieb länger auf deutlich erhöhten Niveaus. Die Folgen sind in vielen Währungsräumen wie den USA oder Grossbritannien noch heute zu spüren. Dort befinden sich die Teuerungswerte immer noch auf erhöhten Niveaus bzw. über den Inflationszielen der Notenbanken.

Bedeutet dies nun schnell und stark steigende Leitzinsen der führenden Notenbanken? Wahrscheinlich nicht. Denn die Ausgangslage ist heute eine andere. Im ersten Coronajahr 2020 verfolgten wichtige Notenbanken wie die US-Fed und die europäische Zentralbank eine äusserst expansive Geldpolitik mit Leitzinsen bei 0,0 %. Nach einer langen Zeit stark erhöhter Inflation ist die Geldpolitik mit Leitzinsen in den USA von rund 3,5% und 2,0% in der Eurozone bereits restriktiv. Auch mit den Erkenntnissen der vergangenen Jahre bleibt der Ausblick auf die weiteren Zinspfade mit grossen Unsicherheiten behaftet. Denn der Krieg in Nahost gefährdet nicht nur die Preisstabilität, sondern aufgrund der Lieferengpässe auch die Konjunktur. Für die Notenbanker ein herausfordernder Balanceakt. Entsprechend dürften in den USA zumindest kurzfristig die von Präsident Trump so herbeigesehnten Zinssenkungen schwierig werden. In der Eurozone ist einer Erhöhung der Leitzinsen im Falle steigender Inflationsrisiken denkbar.

 

Leicht höhere Inflationserwartungen lassen CHF-Renditen ansteigen.

Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) steht nun vor einer neuen Situation. Anfang des Jahres sprach sie noch von Risiken sehr niedriger oder sogar negativer Inflationsraten, inzwischen hat sie ihre Inflationsprognose für die kommenden Monate angehoben. Die Erwartungen bleiben aber moderat, weil der starke Schweizer Franken den steigenden Preisdruck abfedert. Das Risiko für Negativzinsen ist damit gesunken und wir rechnen weiterhin mit unveränderten Leitzinsen in diesem Jahr. Aufgrund der höheren Inflationsrisiken sehen wir bei den Zinsen länger laufender Anleihen weiterhin moderates Aufwärtspotential.

 

Bedingte Inflationsprognose der SNB

Quelle: Macrobond, Bloomberg, Stand: 19.03.2026

Währungen

Der Konflikt im Nahen Osten wirkte sich auch auf die Wechselkurse an den Währungsmärkten aus. In den ersten Tagen des Iran-Krieges wertete der CHF als sicherer Hafen erneut auf. Als Reaktion zeigt die SNB eine erhöhte Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren.

 

Der infolge des Irankonflikts gestiegene Ölpreis schürte global wiederaufflammende Inflationsängste, sodass der Markt seine Erwartungen an die Geldpolitik der jeweiligen Notenbanken anpasste und höhere Zinsen einpreiste. Insbesondere im Euroraum stiegen die Inflationserwartungen stark an, zumal die europäischen Länder stärker unter steigenden Energiepreisen leiden. Entsprechend wertete der EUR gegenüber dem CHF ab. Aber auch der japanische Yen verlor in den ersten Tagen des Krieges mit den steigenden Sorgen für die globale Konjunktur an Boden. Auf den ersten Blick etwas verwunderlich wirkt der Kursverlauf des seit 2025 unter Druck stehenden USD. Dieser wertete gegenüber vielen Währungen auf. Auch wenn die USA als Netto-Energieexporteur in einem geringeren Mass von steigenden Energiepreisen betroffen sind, senkte der Markt seine Erwartungen an künftige Zinssenkungen seitens der US-Fed. Damit bestünde der Zinsvorteil des USD länger als erwartet, was diesen stützte. Zusätzlich zeigt sich, dass der US-Dollar seinen – wenn auch angeschlagenen – Status als sicherer Hafen nicht komplett verloren hat und in Zeiten globaler Unsicherheiten Zuspruch findet.

 

Gestiegene Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen

Der erneut stärkere Schweizer Franken stellt die Schweizerische Nationalbank (SNB) vor grosse Herausforderungen. In ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung signalisierte die SNB eine erhöhte Bereitschaft, am Devisenmarkt aktiv zu werden. SNB-Präsident Martin Schlegel betonte die Frankenstärke in der Pressekonferenz vom 19. März 2026, wies aber auch darauf hin, dass die reale Aufwertung, also die nominale Aufwertung abzüglich der Inflation, geringer ausfiel. Ob und in welchem Umfang die SNB im ersten Quartal am Devisenmarkt interveniert hat, wird im Sommer bekannt. Im Verlauf des Monats konnten sich die analysierten Währungen erholen und liegen gar leicht höher als vor Kriegsbeginn.

 

Der weitere Verlauf an den Devisenmärkten hängt primär von den Entwicklungen im Nahen Osten ab und ist entsprechend von hoher Unsicherheit geprägt. Entscheidend sind die Folgen auf die Inflation und die Konjunktur und die daraus abgeleitete Reaktion der Notenbanken in den jeweiligen Währungsräumen.

Immobilien

Kotierte Immobilienanlagen verloren aufgrund der infolge des Iran-Krieges gestiegenen Zinsen an Wert, während der Referenzzinssatz im März unverändert blieb. Die Bewertungen bewegen sich weiterhin auf erhöhten Niveaus.

Auch kotierte Immobilienfonds konnten sich der gestiegenen Risikoaversion nicht entziehen. Der Marktindex SWIIT verlor im März 6,4 %. Die gestiegenen Renditen an den Bondmärkten führten zu einem Kursrückgang, da höhere Zinsen in den auf künftigen Cashflows basierenden Bewertungsmodellen tiefere Werte zur Folge haben. Das Zinsniveau beeinflusst auch den Verlauf des Referenzzinssatzes, der die Höhe der bestehenden Wohnungsmieten mitbestimmt. Wie erwartet wurde der Referenzzinssatz im ersten Quartal 2026 unverändert bei 1,25 % belassen. Auch wenn der Markt jüngst höhere Zinsen einpreiste, erwarteten wir in den kommenden Quartalen keine Veränderung des Referenzzinssatzes und somit eine stabile Entwicklung bei den Bestandesmieten. Durch ihre Diversifikationseffekte und den Renditeaufschlag gegenüber Bundesobligationen bieten Immobilien weiterhin einen Mehrwert in Anlageportfolios. Die Bewertungen bewegen sich auch nach den jüngsten Kursrückgängen auf einem historisch hohen Niveau, sodass wir neutral in Immobilien investiert bleiben.

Der Referenzzinssatz bleibt unverändert tief

Quelle: Macrobond, Bloomberg, Stand: 02.03.2026

Alternative Anlagen

Wer ein Portfolio diversifizieren will, arbeitet meist mit den bekannten Dimensionen: Regionen, Sektoren, Laufzeiten, vielleicht noch Gold oder alternative Strategien. Doch vieles, was auf den ersten Blick Diversifikation verspricht, hängt am Ende trotzdem an denselben Treibern des breiten Marktes.

 

Catastrophe Bonds, kurz Cat Bonds, gehören zu jenen Anlageinstrumenten, bei denen die Renditequelle nicht primär aus Konjunktur, Kredit oder Zinsbewegung stammt, sondern aus der Übernahme klar definierter Naturkatastrophenrisiken. Versicherer und Rückversicherer lagern über solche Strukturen Spitzenrisiken an den Kapitalmarkt aus, für Anleger entsteht dadurch Zugang zu einer Risikoprämie, die an Hurrikane, Erdbeben oder schwere Stürme gebunden ist und sich damit nur begrenzt an der üblichen Logik der Finanzmärkte orientiert.

Die Konstruktion ist technisch anspruchsvoll, im Kern jedoch einfach. Über ein eigens geschaffenes Vehikel wird Kapital von Investoren eingesammelt und in einem Sicherheiten-Pool hinterlegt. Solange das vertraglich definierte Schadenereignis ausbleibt, fliessen Prämien und am Ende das eingesetzte Kapital zurück. Tritt ein Schadensereignis ein, kann das Vermögen teilweise oder vollständig zur Deckung versicherter Schäden verwendet werden. Cat Bonds sind damit keine gewöhnlichen Hochzinsanleihen, sondern besicherte, versicherungsnahe Floating-Rate-Instrumente mit Ereignisrisiko.

Ihr besonderer Reiz liegt in ihrer Diversifikationsfunktion. Weil das Risiko von Cat Bonds nicht primär von Wachstumserwartungen, Kreditaufschlägen, geld- oder geopolitischen Entwicklungen abhängt, können sie ein Portfolio um eine eigenständige Ertragsquelle ergänzen. Hinzu kommt ihre üblicherweise variable Verzinsung, durch die sie in der Regel auf steigende Zinsen weniger empfindlich reagieren als klassische Anleihen.

Gerade diese Eigenständigkeit hat auch ihr eingeständiges Risiko. Cat Bonds bieten keine kostenlose Diversifikation, sondern eine Risikoprämie, dem ein reales Verlustrisiko gegenübersteht. Dieses äussert sich häufig nicht in kontinuierlicher Volatilität, sondern in einem asymmetrischen Ertragsprofil. Längere Phasen relativer Stabilität können durch seltene, dafür umso abruptere Verlustereignisse unterbrochen werden.

Innerhalb der BLKB Strategien nutzen wir die Cat Bonds als Beimischung in einem robusten Kernportfolio. Ihre Qualität liegt gerade darin, dem Depot eine Risikoquelle hinzuzufügen, die sich bezüglich ihrer Werttreiber von den meisten anderen Anlageklassen unterscheidet. Besonders in der aktuellen Phase erhöhter Volatilität zahlt sich die Stabilität dieser Beimischung aus.

Anlagepolitik der BLKB im Überblick

Für detaillierte Informationen zur Logik unserer Einschätzungen konsultieren Sie bitte die Erklärungen am Ende dieser Seite.

Unsere Autoren

Mann in dunklem Anzug mit weißem Hemd, professionelles Umfeld, BLKB Logo im Hintergrund

Björn Weigelt, CAIA

Chief Investment Officer 
+41 61 925 99 48

Porträt von Cyrill Marugg

Cyrill Marugg, CIIA, CAIA

Leiter Investment Research & Stv. CIO
+41 61 925 94 38

Jan von Burg

Portfoliomanager
+41 61 925 94 41

Sascha Gut, CFA

Leiter Portfoliomanagement iQ
+41 61 925 94 87

Timo Strub

Portfoliomanager iQ
+41 61 925 83 45

Erklärungen zur Logik der Einschätzungen

Die Einschätzungen zu den Assetklassen und Sektoren sind wie folgt zu lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der BLKB-Ausschlusskriterien befindet sich der Energiesektor nicht in der Allokation.

Die Beurteilung des Sustainable Asset Management der BLKB basiert jeweils auf der Einschätzung der relativen Attraktivität der jeweiligen Assetklasse, Sub-Assetklasse oder Sektors und wird typischerweise im Rahmen eines monatlichen Zyklus überprüft. Die Überprüfung kann aber auch in höherer Frequenz durchgeführt werden, sollte dies opportun erscheinen.

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