Zum Inhalt springen Zur Fusszeile springen
BLKB Logo - Zurück zur Startseite BLKB Logo - Zurück zur Startseite

BLKB Investment Navigator Anlagepolitik – März 2026

Anlagepolitik im März 2026

Nach Olympia

Sportlich läuft es für die USA. An den Olympischen Winterspielen in Italien zeigte der Medaillenspiegel die Vereinigten Staaten nach Norwegen auf Platz zwei. In China 2022 war es noch der dritte Platz, in Südkorea 2018 der vierte Rang. Ein klar positiver Trend also.

 

Auch der Finanzmarkt fand zuletzt wieder so etwas wie Vertrauen in die USA. Am letzten Börsentag des Januars wurde Kevin Warsh zum zukünftigen Präsidenten der US-Notenbank Fed nominiert. Eine positive Überraschung für den Markt. Dessen Reaktionen darauf setzten den Ton für den Februar. Damit war eine gewisse Rückkehr des Vertrauens in das System USA zu beobachten und vor allem darin, dass die einflussreichste Notenbank der Welt in Zukunft weiter unabhängig agieren kann. Der USD stabilisierte sich gegenüber den wichtigsten Währungen. Die Alternativen zum Greenback wie Gold, Silber oder Kryptowährungen starteten eine wilde Achterbahnfahrt, welche mit einem deutlichen Abverkauf begann. Während sich die Edelmetalle wieder stabilisieren konnten, war bei den Kryptowährungen bislang kein Boden zu sehen.

Nicht nur beim Dollar zog der winterliche Frost ab, sondern auch bei den Renditen der US-Staatsanleihen war eine gewisse Wohlfühltemperatur zu beobachten. Die Rendite der zehnjährigen Laufzeiten sank im Februar um fast 30 Basispunkte und reagierte auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die bislang verhängten Zölle für unrechtmässig zu erklären, kaum.

Der Finanzmarkt war dennoch geprägt von einer gewissen Nervosität, die zum einen geopolitische Faktoren wie den Umgang mit dem Mullah-Regime in Iran reflektieren, aber auch ein gewisses Misstrauen in die zukünftige Entwicklung der künstlichen Intelligenz spiegelt. Diese Nervosität wird uns wohl noch einige Zeit begleiten.

Es bleibt nun zu hoffen, dass die USA trotz erratischer politischer Entscheidungen in Zukunft wieder zu einer Stabilisierung der Weltwirtschaft beitragen können. Ein Anfang ist gemacht. Der sportliche Trend, den die USA bei den letzten beiden Paralympischen Winterspielen zeigte, soll hier nicht Vorbild sein. Nach dem ersten Rang in Südkorea 2018 erreichten die Athletinnen und Athleten 2022 in China noch Platz fünf. Ab dem 5. März können sie in Italien zeigen, was sie können. Und spätestens die nächsten Sommerspiele 2028 sind ganz im Zeichen der USA, wenn die Sportwelt dann im sonnigen Kalifornien zu Hause sein wird.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die Wirtschaftswachstumsraten werden stetig nach oben angepasst
  • Die Ernennung von Kevin Warsh als neuen Fed-Präsidenten schafft etwas Vertrauen
  • Geopolitische Risiken begleiten uns weiterhin und können jederzeit wieder in den Fokus geraten
  • Auch in 2026 sollten positive Anlageergebnisse erreicht werden können

Unsere Einschätzungen im Überblick

Wirtschaft

Die makroökonomische Gesamtsituation stabilisiert sich weiter. Auf der einen Seite verbessern sich die Wachstumsprognosen für 2026 in allen Regionen, was zu einem höheren globalen Wachstum führen kann als bislang mit etwa 3 % angenommen. Andererseits zeigt der Finanzmarkt zwar eine gewisse Nervosität, die uns auch noch eine Weile begleiten wird, doch die geopolitischen Risiken führten bislang nicht zu nachhaltigen Störungen von Lieferketten oder der Energieversorgung. Die Inflationsraten kommen ebenfalls wie gewünscht deutlich zurück und runden zusammen mit dem Zinsniveau das solide Bild für die Weltwirtschaftslage ab.

USA

Die Robustheit der US-Volkswirtschaft ist eindrücklich. Für das laufende Kalenderjahr liegen die Wachstumsschätzungen aktuell bei 2,5 %, nachdem sie im Mai letzten Jahres nach dem Zollschock nur bei 1,4 % lagen. Seither wurden sie stetig nach oben revidiert, ohne dass es einmal eine negative Revision gab. Der Citi-Surprise-Index, der die Abweichungen von tatsächlich gelieferten ökonomischen Daten von der Markterwartung misst, zeigt im Januar und Februar deutlich positive Überraschungen. Die Spuren des längsten Regierungs-Shutdowns der Geschichte sind zwar klar zu sehen – so lag die Wachstumsrate für das 4. Quartal 2025 deutlich unter den Erwartungen und die verzögert gemeldeten Daten machen die Erstellung eines aktuellen Gesamtbilds schwierig –, doch ist dies ein Einmaleffekt, der sich in naher Zukunft nicht wiederholen wird. Mit einer, im Rahmen des Möglichen, unabhängigen Notenbank als Basis sollten die USA weiterhin deutlich zum Weltwirtschaftswachstum beitragen.

Europa

Europa organisiert sich und zeigt immer wieder, dass die Länder trotz einiger Partikularinteressen doch viel verbindet. So wurden nach langjährigen Verhandlungen neue Freihandelsabkommen beschlossen. Diese richten sich nach Indien und Südamerika, während die Verhandlungen eines EU-USA-Handelsabkommens pausieren. Diese Geschlossenheit und Emanzipation von den USA gepaart mit dem Willen, sich auch militärisch gegenseitig zu schützen – Deutschland und Frankreich beraten über einen gemeinsamen Atomschirm –, und den geschaffenen finanziellen Möglichkeiten sollte Europa auch wirtschaftlich stützen. Das für 2026 erwartete Wirtschaftswachstum von 1,2 % kann somit übertroffen werden.

Geschätztes Wirtschaftswachstum USA 2026 in %

Quelle: Macrobond, Bloomberg, Stand: 28.02.2026

Japan

Sanae Takaichis Plan ging auf. Durch die von ihr angesetzten Neuwahlen konnte sie eine Zweidrittelmehrheit für ihre liberaldemokratische LDP im Unterhaus erreichen. Damit kann nun ihr wirtschaftsliberaler Kurs umgesetzt werden und aus der Stärke heraus Reformen angestossen werden. Wir gehen davon aus, dass die Wachstumsschätzungen für die japanische Wirtschaft von aktuell 0,8 % für 2026 zu konservativ sind und nach oben angepasst werden. Nach der ersten deutlichen Reaktion des Zinses auf japanische Staatsanleihen hat sich auch der Obligationenmarkt wieder etwas beruhigt und geht von einer Ausweitung der Staatsverschuldung mit Augenmass aus

Aktien

Aktien verzeichnen bisher einen volatilen, aber erfolgreichen Jahresstart. Für Verunsicherung sorgten neben den bekannten geopolitischen Themen neue Ängste im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. 2025 lag der Fokus der Investoren auf den Chancen und den Gewinnern in diesem Kontext, 2026 schwenkte der Markt um und fokussiert neu auf die Risiken sowie potenziellen Verlierer. Blickt man über die Phasen erhöhter Volatilität hinweg und konzentriert sich auf die Fundamentaldaten, so scheinen Aktien nach wie vor attraktiv. Regional verschieben sich unsere Präferenzen leicht – wir erhöhen unsere Gewichtung der Schwellenländer und nehmen Gewinne bei Schweizer Aktien mit.

 

Der Weltaktienmarkt verzeichnete im Februar eine Renditeschwankungsbandbreite von beinahe 3 Prozentpunkten, beschloss den Monat aber trotz hoher Volatilität mit einem leichten Plus. Regional waren derweil grosse Divergenzen zu beobachten. So führte Japan das Tableau mit einem Plus von beinahe 10 % an, während Nordamerika mit einem Rückgang um 0,6 % das Schlusslicht bildete. Schweizer Aktien profitierten von ihrem Status als sicherem Hafen und legten mehr als 5 % zu. Die europäischen Werte bewegten sich mit einem Plus von über 3 % im Mittelfeld, während die Emerging Markets ihr positives Momentum beibehielten und beinahe 6 % höher schlossen. Selektivität bei der Regionen-Allokation konnte sich im Februar also definitiv auszahlen.

 

«SaaSpocalypse» und andere Verwerfungen

Software-Aktien hatten in den letzten Wochen einen schweren Stand. Investoren rund um den Globus trennten sich reihenweise von ihren Positionen und schickten die Kurse vieler SaaS-Anbieter (Software-as-a-Service) auf Talfahrt. Eine derart massive Underperformance ist sehr aussergewöhnlich und wirft die Frage auf, ob wir mit einer fundamentalen Veränderung der Lage oder einer Übertreibung konfrontiert sind. Einen zwischenzeitlichen Höhepunkt erreichten die Verkäufe, nachdem Anthropic mit seiner KI-Plattform den Fokus von KI als Chatbot hin zu KI als autonomem Mitarbeiter verschob. Von «Software is eating the world» zu «AI is eating software», so das Narrativ. Ob künstliche Intelligenz wirklich einen derart negativen Einfluss auf die Geschäftsmodelle von SAP und Co. haben wird oder ob sich die aktuellen Niveaus im Nach-hinein als langfristige Kaufgelegenheit herausstellen, bleibt abzuwarten.

 

Emerging Markets mit attraktiven Aussichten

Schwellenländeraktien litten in den vergangenen Jahren unter anderem unter der starken Dominanz Nordamerikas und hatten gelinde gesagt Schwierigkeiten, mit dem globalen Aktienmarkt mitzuhalten. 2025 stellte aber einen möglichen Wendepunkt dar, in dem EM-Aktien zu den Gewinnern gehörten und US-Valoren etwas an Glanz verloren. Wir sehen eine Vielzahl von Argumenten dafür, dass die Aufholjagd anhalten könnte. Im Kern basiert unsere positive These aber auf den fünf Bereichen Konjunktur, Geld- und Fiskalpolitik, Unternehmensgewinne und Sektoren, Bewertungen und Flows sowie Geopolitik, wo wir jeweils konstruktive Signale ausmachen. Entsprechend haben wir unsere Einschätzung der Regionen Fernost ex Japan und Lateinamerika von neutral auf positiv angehoben. Im Gegenzug nutzen wir den starken Lauf der Schweizer Aktien (+24,5 % seit Ende 2024, verglichen mit +6 % beim MSCI World in CHF) für Gewinnmitnahmen und reduzieren unsere Einschätzung von positiv auf neutral.

 

Emerging Markets gehörten 2025 zu den klaren Gewinnern

Quelle: Macrobond, Bloomberg, Stand: 31.12.2025 (indexiert: 100 = 31.12.2024)

 

Wir bleiben unserem Aktien-Übergewicht treu

Das wirtschaftliche Umfeld hellt sich weiter auf, die Unternehmen erzielen attraktives Gewinnwachstum und die Zinsen dürften stagnieren oder sogar weiter fallen. Diese Kombination macht gerade Realwerte wie Aktien zunehmend attraktiv. Derweil gehen wir davon aus, dass die Ereignisdichte hoch bleiben wird und es immer wieder zu volatilen Phasen kommen kann – diese eröffnen aber typischerweise Chancen für aktive Allokations- und Selektionsentscheide.

Zinsen & Obligationen

Die Risikofreudigkeit hat im Laufe des Februars abgenommen, worauf die Renditen von sicheren Staatsanleihen sanken. Profitieren konnten dabei im Speziellen USD- und EUR-Anleihen. Die Renditen von Schweizer Staatsanleihen bewegten sich dagegen im vergangenen Monat eher seitwärts.

 

Im Februar breitete sich am Finanzmarkt Nervosität aus. Ursachen waren unter anderem die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran, Sorgen über hohe Bewertungen von Aktien sowie Unsicherheit rund um KI-Investitionen und gedämpfte US-Arbeitsmarktdaten. In der Folge waren sichere Anleihen in USD und EUR gesucht, Inflationserwartungen und Zinsen sanken. Interessanterweise bewegten sich die Schweizer-Franken-Renditen, welche üblicherweise ein sensitiver Gradmesser für die Risikostimmung sind, eher seitwärts. Hier scheint – nach den starken Renditerückgängen im vergangenen Jahr – das Potenzial für weiteren Abwärtsdruck eingeschränkt. Zumindest solange die Schweizerische Nationalbank (SNB) standhaft bleibt und von Negativzinsen absieht.

Und davon gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt aus. Die Inflation notiert mit 0,1 % grundsätzlich noch im Einklang mit den Prognosen der SNB. Die anhaltende, akzentuierte Schweizer-Franken-Stärke bringt Deflationsrisiken zwar wieder auf das Parkett, jedoch betonte der SNB-Präsident Martin Schlegel im Januar, dass negative Inflationsraten für ein paar Monate kein Problem seien. Im Weiteren gehen wir davon aus, dass die SNB im Bedarfsfall zur Abwendung von Deflationsrisiken bzw. zur Schwächung der eigenen Währung primär auf das Instrument der Devisenkäufe zurückgreifen wird. Davon machte sie in den vergangenen Monaten noch kaum Gebrauch.

 

Der nominierte US-Notenbank-Chef ist nicht der befürchtete «Worst Case» für die Glaubwürdigkeit der US-Notenbank

Speziell aufmerksam blicken wir auf die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der künftigen Ausrichtung der US-Notenbank. Wie im letzten Investment Navigator bereits erwähnt, nominierte der US-Präsident Donald Trump den ausgewiesenen Finanzexperten Kevin Warsh als künftigen US-Notenbank-Chef. Das öffentliche Bild zur geldpolitischen Haltung des Nominierten entwickelt sich und wird sich in den kommenden Wochen und Monaten laufend konkretisieren. Momentan wissen wir, dass Warsh ein Verfechter der Inflationsbekämpfung ist. Die Sorgen, ein von Trump eingesetzter US-Notenbank-Chef könnte eine bedingungslos expansive Geldpolitik verfolgen, dürften damit verflogen sein. Trotzdem gehen wir davon aus, dass vor dem Hintergrund der erneut tieferen US-Inflation und der verhältnismässig stabilen Inflationserwartungen in diesem Jahr der Leitzins zweimal gesenkt werden dürfte.

 

Zinsprognosen BLKB im März 2026

Quelle: Macrobond, Bloomberg, Stand: 02.03.2026

Währungen

Nach einem ereignisreichen Januar kam es im Februar zu geringfügigen Kursschwankungen. Die Politik ist und bleibt der kurstreibende Faktor, während seitens der Geldpolitik keine grösseren Impulse zu erwarten sind. Der Schweizer Franken bleibt indes hoch bewertet.

 

Die Kurse an den globalen Währungsmärkten werden weiterhin primär von den politischen Entwicklungen beeinflusst. Dabei kommt es zu regional grossen Unterschieden. Während der EUR in der mittleren Frist von Konjunkturpaketen profitieren sollte, sorgt die Politik in den USA und in Japan weiterhin für Unsicherheit. Die hohe Bewertung des CHF stellt die Schweizerische Nationalbank (SNB) vor Herausforderungen, mit einer Anpassung der SNB-Geldpolitik ist kurz- und mittelfristig jedoch nicht zu rechnen.

 

EUR – EZB in Wartestellung

Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich aktuell in einer günstigen Ausgangslage; mit der realisierten Inflation und Inflationserwartungen nahe dem Zielwert von 2 % besteht aktuell kein Handlungsbedarf für die europäischen Währungshüter. Entsprechend dürften seitens der Geldpolitik keine Impulse für grössere Kursbewegungen kommen. Mittelfristig verleihen die aufgehellten Konjunkturaussichten dem EUR ein leichtes Aufwertungspotenzial.

 

USD – wiedergefundenes Vertrauen

Ende Januar verkündete US-Präsident Trump Kevin Warsh als neuen Fed-Präsidenten und vermochte es, die Währungsmärkte zu beruhigen und das angeschlagene Vertrauen in die Unabhängigkeit der Zentralbank ein Stück weit wiederherzustellen. Auch wenn mit Kevin Warsh die Unsicherheit abgenommen hat, dürfte der USD aufgrund der sinkenden Zinsdifferenz gegenüber CHF-Zinsen und politischer Unsicherheiten weiterhin unter Druck stehen.

 

JPY – historischer Wahlsieg

Nach dem historischen Wahlsieg Anfang Februar 2026 verfügt die Premierministerin Sanae Takaichi über eine hohe politische Flexibilität, um fiskal expansive Massnahmen durchzusetzen. Während die japanischen Aktien mit einem deutlichen Kursplus reagierten, fielen die Reaktionen an den Bond- und Währungsmärkten eher gering aus. In der kurzen Frist wird die Politik weiterhin für Kursschwankungen sorgen, mittelfristig dürften die Wirtschaftsentwicklungen und die Geldpolitik ausschlaggebend sein, wobei der Yen von steigenden Realzinsen profitieren sollte.

Immobilien

Der Markt für kotierte Immobilienfonds setzt seinen Seitwärtsgang auf hohem Bewertungsniveau fort. Im Umfeld erhöhter Bewertungsaufschläge richten Investorinnen und Investoren den Fokus vermehrt auf die Ausschüttungsrenditen.

Wenn man in Immobilienfonds investiert, gibt es primär zwei Renditequellen. Zum einen können Investorinnen und Investoren von steigenden Kursen profitieren, zum anderen schütten Immobilienfonds jährlich einen Teil der Mieteinnahmen aus. Die Ausschüttungen nehmen bei Immobilieninvestments eine zentrale Rolle ein, zumal sie eine hohe Stabilität ausweisen und durch die Ausschüttungen flüssige Mittel an die Investorinnen und Investoren zurückfliessen, ohne dass dafür eine Börsentransaktion getätigt werden muss. Aufgrund der starken Kursentwicklung der letzten Jahre und angesichts der hohen Bewertungen scheint das weitere Aufwertungspotenzial bei Immobilienfonds beschränkt. Entsprechend verschiebt sich der Fokus auf die Ausschüttungsrenditen, welche im Tiefzinsumfeld weiterhin einen attraktiven Renditeaufschlag gegenüber einem risikolosen Zins bieten. So können Immobilien durch die Ausschüttungen weiterhin einen Mehrwert im Portfolio bieten. Wir bleiben neutral in Immobilien positioniert.

Renditeaufschläge gegenüber Schweizer Staatsobligationen

Quelle: Macrobond, Bloomberg, Stand: 27.02.2026

Alternative Anlagen

An der Börse zeigt sich aktuell, wie schnell sich Narrative verschieben können. Nach einem in vielen Märkten zu-nächst freundlichen Jahresauftakt hat sich insbesondere bei Softwarewerten eine deutliche Korrektur gezeigt. Anleger bewerten KI nicht nur als Wachstumsversprechen, sondern vermehrt auch als Disruptionsrisiko für Preissetzungsmacht, Margen und bestehende Geschäftsmodelle.

 

Gerade in solchen Phasen sollte ein ausgewogenes Portfolio Stabilität liefern. Das funktioniert aber nicht automatisch, wenn eine Neubewertung sinkende Gewinnerwartungen und gleichzeitig steigende Unsicherheit über Inflation, Zinsen und Diskontsätze mit sich bringt. Dann kann Druck auf mehrere Risikoquellen gleichzeitig entstehen. In solchen Regimen ist die Schutzwirkung von Anleihen nicht konstant – die Korrelation zu Aktien kann zeitweise steigen, sodass sich beide Bausteine parallel schwach entwickeln.

Hinzu kommt die aktuell tiefer laufende Rendite im CHF-Anleihenmarkt. Damit ist die laufende Rendite als Puffer begrenzt, und die Diversifikationswirkung muss in Stressphasen verstärkt über Kursbewegungen kommen, die aber gerade dann nicht garantiert sind.

Um ein Portfolio robuster aufzustellen, lohnt es sich, mehrere Renditequellen zu kombinieren, die von unterschiedlichen Treibern abhängen. Denn Korrelationen sind keine Naturkonstante: In Stressphasen steigen sie oft an, weil Anleger Risiko gleichzeitig reduzieren oder Liquidität suchen.

Vor diesem Hintergrund kann eine gezielte Beimischung alternativer Anlagen in einem klassischen, ausgewogenen Portfolio aus Aktien und Obligationen sinnvoll sein. Entscheidend ist die Selektion: Eine bewusst zusammengestellte Kombination kann im Gesamtpaket Gleichläufigkeit zwischen Aktien und Anleihen abfedern und damit die Robustheit erhöhen. Als Bausteine kommen beispielsweise Mikrofinanz, Cat Bonds, Arbitrage-Strategien, Dispersionsstrategien mit Long-Vol-Exposure sowie Gold und systematische Risikoprämien rund um Gold infrage.

Unter dem Strich bleibt ein Portfolio aus Aktien und Obligationen ein solides Fundament. Ein zusätzlicher, selektiv zusammengesetzter Alternativen-Baustein kann jedoch – je nach Risikoprofil, Liquiditätsbedarf und Umsetzung – helfen, Rückschläge zu reduzieren und gleichzeitig die Ertragschancen in Seitwärtsphasen zu verbessern. Im aktuellen Umfeld setzen wir in den BLKB-Strategien gezielt auf ausgewählte alternative Anlagen, um die Diversifikation zu stärken.

Anlagepolitik der BLKB im Überblick

Für detaillierte Informationen zur Logik unserer Einschätzungen konsultieren Sie bitte die Erklärungen am Ende dieser Seite.

Unsere Autoren

Mann in dunklem Anzug mit weißem Hemd, professionelles Umfeld, BLKB Logo im Hintergrund

Björn Weigelt, CAIA

Chief Investment Officer 
+41 61 925 99 48

Cyrill Marugg, CIIA, CAIA

Leiter Investment Research & Stv. CIO
+41 61 925 94 38

Jan von Burg

Portfoliomanager
+41 61 925 94 41

Sascha Gut, CFA

Leiter Portfoliomanagement iQ
+41 61 925 94 87

Timo Strub

Portfoliomanager iQ
+41 61 925 83 45

Erklärungen zur Logik der Einschätzungen

Die Einschätzungen zu den Assetklassen und Sektoren sind wie folgt zu lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der BLKB-Ausschlusskriterien befindet sich der Energiesektor nicht in der Allokation.

Die Beurteilung des Sustainable Asset Management der BLKB basiert jeweils auf der Einschätzung der relativen Attraktivität der jeweiligen Assetklasse, Sub-Assetklasse oder Sektors und wird typischerweise im Rahmen eines monatlichen Zyklus überprüft. Die Überprüfung kann aber auch in höherer Frequenz durchgeführt werden, sollte dies opportun erscheinen.

Disclaimer

Dieses Dokument enthält Werbung.

Dieses Dokument dient nur zu Werbe- und Informationszwecken, ist ausschliesslich für die Verbreitung in der Schweiz bestimmt und richtet sich explizit nicht an Personen, deren Nationalität oder Wohnsitz den Zugang zu solchen Informationen aufgrund der geltenden Gesetzgebung verbieten. Dieses Dokument und die darin enthaltenen Informationen dürfen nicht an Personen, die möglicherweise US-Personen nach der Definition der Regulation S des US Securities Act von 1933 sind, verteilt und/oder weiterverteilt werden. Gemäss Definition umfasst der Begriff "US Person" jede natürliche US-Person oder jede nach amerikanischem Recht gegründete juristische Person, Unternehmung, Firma, Kollektivgesellschaft oder sonstige Gesellschaft. Eine Vervielfältigung oder Reproduktion dieses Dokuments, auch auszugsweise, ist ohne vorgängige schriftliche Einwilligung der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) nicht gestattet.


Die Ausführungen und Angaben in diesem Dokument wurden von der BLKB - teilweise aus externen Quellen, welche die BLKB nach bestem Wissen als zuverlässig beurteilt - mit grösster Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Die BLKB bietet keinerlei Gewähr für deren Inhalt, Vollständigkeit und Richtigkeit. Sie lehnt jede Haftung für Schäden oder Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Informationen ergeben.


Dieses Dokument sowie die darin enthaltenen Informationen stellen weder eine Beratung noch ein Angebot noch eine Aufforderung noch eine Empfehlung noch eine Einladung zur Zeichnung, zum Erwerb oder zum Verkauf irgendwelcher Finanzinstrumente oder zur Vornahme sonstiger Transaktionen dar. Sie bilden auch keine Grundlage für einen entsprechende Vertrag oder eine entsprechende Verpflichtung jedwelcher Art. Dementsprechend entbinden sie den Empfänger nicht von seiner eigenen Beurteilung. Dem Empfänger wird empfohlen, bei Bedarf unter Beizug eines Beraters die Informationen in Bezug auf ihre Vereinbarkeit mit seinen persönlichen eigenen Verhältnissen, insbesondere auf rechtliche, steuerliche, regulatorische und andere Konsequenzen zu prüfen.


Sämtliche Informationen und geäusserten Einschätzungen sind rein indikativ, nur im Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments aktuell, können sich jederzeit ändern und sind als Entscheidungsgrundlage ungeeignet. Die in diesem Dokument enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf den Annahmen und Erwartungen, welche die BLKB zum heutigen Zeitpunkt für realistisch hält, die sich aber als falsch herausstellen können. Entsprechend besteht das Risiko, dass Aussichten, Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und andere in zukunftsbezogenen Aussagen beschriebene oder implizierte Ergebnisse nicht erreicht werden. Zudem stellt eine positive Rendite einer Anlage in der Vergangenheit keine Garantie für eine positive Rendite in der Zukunft dar. Die BLKB schliesst die Haftung für diese Fälle vollumfänglich aus.


Dieses Dokument ist kein Prospekt im Sinne von Artikel 35 ff. des Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG) und wurde auch nicht von einer Schweizer Prüfstelle gemäss Artikel 51 FIDLEG geprüft und/oder genehmigt. Der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB resp. KID) für Finanzinstrumente können kostenlos bei den zuständigen Vertriebsstellen, bei der Depotbank, der Fondleitung oder online unter der Webseite der Swiss Fund Data AG www.swissfunddata.ch oder der SIX Exchange Regulation AG www.ser-ag.com bezogen werden.


In Ausnahmefällen, insbesondere wenn keine interessenwahrenden nachhaltigen Anlageinstrumente zur Verfügung stehen, kann die BLKB zwecks Einhaltung ihrer Anlagepolitik und Sicherstellung der Diversifikation auf passive Anlageprodukte zurückgreifen.


Falls in diesem Dokument Daten der SIX Swiss Exchange verwendet wurden, gilt der Disclaimer der SIX Index AG: SIX Index AG ist die Quelle der in der vorliegenden Berichterstattung aufgeführten Indizes und der darin enthaltenen Daten. SIX Index AG ist in keinerlei Form an der Erstellung der in dieser Berichterstattung enthaltenen Informationen beteiligt. SIX Index AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und schliesst jegliche Haftung (sowohl aus fahrlässigem sowie aus anderem Verhalten) in Bezug auf die in dieser Berichterstattung enthaltenen Informationen – wie unter anderem für Genauigkeit, Angemessenheit, Richtigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und Eignung für beliebige Zwecke – sowie hinsichtlich Fehlern, Auslassungen oder Unterbrechungen der von der SIX Index AG zur Verfügung gestellten Indizes oder deren Daten aus. Jegliche Verbreitung oder Weitergabe der von SIX Index AG stammenden Informationen ist untersagt.


Falls in diesem Dokument Daten der MSCI Inc. verwendet wurden, gilt der Disclaimer der MSCI Inc.: Certain information contained herein (the “Information”) is sourced from/copyright of MSCI Inc., MSCI ESG Research LLC, or their affiliates (“MSCI”), or information providers (together the “MSCI Parties”) and may have been used to calculate scores, signals, or other indicators. The Information is for internal use only and may not be reproduced or disseminated in whole or part without prior written permission. The Information may not be used for, nor does it constitute, an offer to buy or sell, or a promotion or recommendation of, any security, financial instrument or product, trading strategy, or index, nor should it be taken as an indication or guarantee of any future performance. Some funds may be based on or linked to MSCI indexes, and MSCI may be compensated based on the fund’s assets under management or other measures. MSCI has established an information barrier between index research and certain Information. None of the Information in and of itself can be used to determine which securities to buy or sell or when to buy or sell them. The Information is provided “as is” and the user assumes the entire risk of any use it may make or permit to be made of the Information. No MSCI Party warrants or guarantees the originality, accuracy and/or completeness of the Information and each expressly disclaims all express or implied warranties. No MSCI Party shall have any liability for any errors or omissions in connection with any Information herein, or any liability for any direct, indirect, special, punitive, consequential or any other damages (including lost profits) even if notified of the possibility of such damages.

Diese Publikation enthält Werbung. Sie dient nur zu Informationszwecken, ist ausschliesslich für die Verbreitung in der Schweiz bestimmt, stellt weder eine Beratung noch ein Angebot dar und entbindet den Empfänger nicht von seiner eigenen Beurteilung. Die Haftung ist ausgeschlossen.