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Die Vorzüge der aktiven Vermögensverwaltung

 

Passive Strategien überzeugen durch Kosteneffizienz und Einfachheit. Die Vorzüge eines aktiven Ansatzes liegen dagegen in der Flexibilität, Risikooptimierung, der individuellen Anpassungsfähigkeit und der gezielten Nutzung von Chancen.

Flexibilität: An ein dynamisches Marktumfeld anpassen

Ein zentraler Vorteil einer aktiven Vermögensverwaltung ist die Fähigkeit, flexibel und zeitnah auf Marktveränderungen reagieren zu können. Märkte unterliegen ständigem Wandel und werden von unzähligen Faktoren wie geopolitischen Entwicklungen, makroökonomischen Trends oder branchenspezifischen Disruptionen geprägt. Aktive Vermögensverwalter analysieren diese Entwicklungen kontinuierlich und können das Portfolio dynamisch an die neuen Gegebenheiten anpassen und damit Chancen nutzen beziehungsweise Risiken minimieren. So können beispielsweise während einer Rezession Umschichtungen in weniger zyklische Sektoren erfolgen oder Chancen in aufstrebenden Märkten oder neuen Technologien wahrgenommen werden. Diese Anpassungsfähigkeit verschafft Anlegerinnen und Anlegern einen Vorteil, da kurzfristige Risiken reduziert und langfristige Wachstumschancen genutzt werden können. Passive Ansätze sind starr an einen Index gebunden und reagieren nicht auf solche Entwicklungen.

 

Liniendiagramm der Entwicklung des Swiss Performance Index (SPI) von 1988 bis 2024.

Risikooptimierung: Schutz und Stabilität

Das kontinuierliche Risikomanagement ist ein zentraler Pfeiler der aktiven Vermögensverwaltung. Passive Strategien bilden immer einen Index ab, auch wenn dieser von Spekulation oder Volatilität geprägt ist. Während passive Investorinnen und Investoren also die gesamten Schwankungen des Markts mittragen müssen, können aktive gezielt Massnahmen zur Risikominimierung ergreifen: Umschichtung und Diversifikation in defensivere Anlageklassen, Reduktion von Anlagen in besonders volatilen Branchen oder Gewinnmitnahmen bei überbewerteten Vermögenswerten. Die zurzeit rekordhohe Konzentration auf wenige Titel an der Spitze der Aktienindizes beispielsweise (siehe nachstehende Grafik) birgt Risiken und Abhängigkeiten, die dank aktiver Vermögensverwaltung mit gezielter Diversifikation vermindert werden können. Ein grosser Vorteil dieser aktiven Risikooptimierung ist der Schutz vor übermässigen Verlusten in Phasen des Abschwungs. Vor allem in Krisenzeiten kann ein aktiv gesteuertes Portfolio Stabilität bieten und zugleich die Grundlage für eine schnelle Erholung sein. Dies erlaubt es nicht nur, Risiken zu begrenzen, sondern auch gezielt Chancen zu ergreifen bei einer darauffolgenden Erholung.

Anteil der 10 grössten Unternehmen im S&P 500

Ein Liniendiagramm, das den Anteil der 10 grössten Unternehmen im S&P 500 von 2013 bis 2025 zeigt, mit Schwankungen.

Chancen nutzen: Künftige Wachstumssegmente und unterbewertete Anlagen

Ein weiteres Ziel der aktiven Vermögensverwaltung ist die Suche und Nutzung von Chancen durch sogenanntes Stock-Picking. Aktive Vermögensverwalterinnen und -verwalter suchen nicht nur unterbewertete Aktien, die durch (zu) tiefe Börsennotierung potenziell eine Outperformance liefern können, sondern richten ihren Fokus auch auf Unternehmen mit einem langfristig überdurchschnittlichen Wachstumspotenzial. Dabei werden nicht nur quantitative Faktoren wie Bewertungskennzahlen betrachtet, sondern auch qualitative Faktoren wie die Innovationsfähigkeit, die Marktführerschaft, die Nachhaltigkeit, Sinnhaftigkeit und Stringenz der langfristigen Strategie sowie die Qualität des Managements eines Unternehmens. Die zukunftsorientierte Analyse ermöglicht es frühzeitig in Unternehmen zu investieren, die in der Lage sind, neue Märkte zu erschliessen oder von disruptiven Technologien zu profitieren. So bietet sich für Anlegerinnen und Anleger die Chance, Megatrends zu nutzen, die langfristig Wachstum versprechen.

Massgeschneiderte Lösungen für jedes Anlegerbedürfnis

Aktive Vermögensverwaltung ermöglicht es Investoren, eine auf ihre Bedürfnisse und Ziele individuell angepasste Anlagestrategie umzusetzen. Ob Kapitalerhalt, Wachstum, regelmässige Ausschüttungen oder nachhaltige Investments: die Anlagestrategie kann den Wünschen entsprechend ausgerichtet werden. Nachhaltigkeitskriterien spielen dabei eine immer grössere Rolle. Viele Anlegerinnen und Anleger möchten nicht mehr nur Rendite erzielen, sondern auch im Einklang mit den eigenen Nachhaltigkeitsansprüchen investieren. Aktive Managerinnen und Manager können gezielt Unternehmen identifizieren, die ökologische und soziale Aspekte in ihrer Geschäftstätigkeit besonders berücksichtigen sowie eine gute Unternehmensführung pflegen. Damit können sie Portfolios konstruieren, die den individuellen Erwartungen der Anleger an Nachhaltigkeit entsprechen.

Langfristige Renditechancen durch Expertise nutzen

Während passive Strategien darauf abzielen, den Markt nach Abzug der Kosten abzubilden, streben aktive Managerinnen und Manager nach einer Wertentwicklung, die über die des Markts hinausgeht. Insbesondere in weniger effizienten Märkten, beispielsweise bei kleinen und mittelgrossen Unternehmen, können sie dank fundierter Analyse einen Mehrwert generieren. Auch in Zeiten, in denen die Märkte starken Schwankungen oder Unsicherheiten unterliegen, sind die Expertise und die Erfahrung der Spezialistinnen und Spezialisten wertvoll. Sie können Chancen erkennen und gezielt nutzen, damit die Rendite maximiert und gleichzeitig die Risiken im Blick behalten werden können.

Fazit: Mehrwert durch Optimierung, Anpassung und Weitblick

Die aktive Vermögensverwaltung bietet Anlegerinnen und Anlegern viele Vorteile. Die Flexibilität, auf Marktveränderungen zu reagieren, Risiken im Blick zu behalten, die Fokussierung auf zukünftige Wachstumstreiber und die individuelle Anpassung der Anlagestrategie generieren Mehrwert für Anleger. Obwohl aktives Management höhere Kosten mit sich bringt, können diese durch potenziell überdurchschnittliche Renditen beziehungsweise eines besseren Rendite-Risiko-Verhältnisses ausgeglichen werden. Anlegerinnen und Anleger profitieren von der Expertise, fundierter Analyse, der Fähigkeit, in jeder Marktphase Chancen zu nutzen und der permanenten und professionellen Marktbeobachtung und Portfolioüberwachung ihrer Anlagespezialistinnen und -spezialisten. Oft liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Kombination und Balance zwischen aktivem und passivem Management für eine stabile und erfolgreiche Anlagestrategie.

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